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Flexible Arbeitszeiten sind ein Volltreffer

Polier Kevin Thalmann berichtet im Rahmen eines Videodrehs über seine positive Arbeitserfahrungen auf dem Bau. Er lobt die flexible Arbeitszeitgestaltung, die Unterstützung bei der Weiterbildung und das faire Geben und Nehmen zwischen Arbeitgeber und Mitarbeitenden. 

Mittwoch, 9.30 Uhr, Reussegg-Quartier in Emmen. Hier, wo die Mercedes-Garage Lueg AG dereinst ihr neues Domizil erstellt, müssen zuerst die bestehenden Gebäude zurückgebaut werden. Eine Aufgabe, die dem Bauunternehmen Aregger AG aus Buttisholz zufällt. Chef der Baustelle ist Polier Kevin Thalmann, den wir heute zum Videodreh für eine TikTok-Kampagne treffen. Kompetent, sympathisch, gute Ausstrahlung – dies mein Eindruck von Kevin. Ich nütze die Gelegenheit, um ihm für die «Baunews» des SBV noch ein paar Fragen zu seinem Arbeitgeber zu stellen.

Hier geht es zum TikTok Video

Flexible persönliche Arbeitszeit

«Ich bin seit acht Jahren bei Aregger», verrät mir Kevin, «und wurde in dieser Zeit stets fair behandelt». Er und seine Kollegen hätten viele Freiheiten bei der Arbeit. Zum Beispiel was die Festlegung von Schichtzeiten betrifft oder die Regulierung von Überstunden. «Da bestimmen bei uns nicht nur die Chefs, da dürfen auch wir Bauarbeiter mitreden.» Ein Beispiel gefällig? Um seine Überzeiten zu kompensieren, konnte der eingefleischte FC Luzern-Fan mal spontan zwei Tage frei machen, um seine Herzensmannschaft an ein Auswärtsspiel nach Stockholm zu begleiten: «Ich musste einfach dafür sorgen, dass auf der Baustelle alles reibungslos weiterläuft.» Kevin ist froh, dass diese Flexibilität, die bei Kundenwünschen auf dem Bau seit jeher eine Selbstverständlichkeit ist, seit ein paar Jahren auch für seine persönliche Arbeitszeit gilt. 

Ein Geben und ein Nehmen

Ebenso cool findet der 30-Jährige, dass man auf dem Bau Karriere machen kann – und sogar dazu ermutigt wird: «Mein Vorgesetzter hat mich überzeugt, mich weiterzubilden, zuerst zum Vorarbeiter, dann zum Polier», erinnert sich Kevin. Zudem habe die Firma die ganze Ausbildung bezahlt – auch was über den Parifonds-Beitrag hinausging – und den vollen Lohn gleich noch dazu. Ausserdem habe sie während der ganzen Schulzeit dafür gesorgt, dass er geschäftlich nicht gestört wurde. Die Wertschätzung motiviert ihn: «Wenn man so unterstützt wird, gibt man auch gerne etwas zurück.» Ein Geben und ein Nehmen zwischen Arbeitgeber und Mitarbeitenden sei das. 

Schlanker LMV gefordert

Kevins Aussagen decken sich mit den Forderungen des Schweizerischen Baumeisterverbandes in den laufenden Verhandlungen über den neuen Landesmantelvertrag. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollen die grösstmögliche Freiheit zur Vereinbarung von individuellen Lösungen betreffend Arbeitsverhältnis erhalten – sei es bei der Festlegung der Jahresarbeitszeit, bei der Überstundenregelung oder bei individuellen Arbeitszeitlösungen. Das sieht auch Kevins oberster Chef so, der mit seinem, Unternehmen in diesem Jahr das 100-jährige Jubiläum feiert: «So ein dickes grünes Regelwerk mit 150 Seiten ist nicht mehr zeitgemäss», sagt Hans Aregger. «Mit einem schlanken LMV legen wir die Basis für eine moderne Arbeitswelt.»