Bauberufe für eine nachhaltige Zukunft

Gut ausgebildetes Baustellenpersonal versteht die Prinzipien der Nachhaltigkeit und der Kreislaufwirtschaft.

Gut ausgebildetes Baustellenpersonal versteht die Prinzipien der Nachhaltigkeit und der Kreislaufwirtschaft.

Bildung ist von entscheidender Bedeutung, um die Zukunft des Bausektors zu sichern und die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte zu gewährleisten. Dies gilt insbesondere für KMU, deren Erfolg stark davon abhängt, hochqualifizierte Mitarbeiter zu beschäftigen. Die positiven Auswirkungen dieser Entwicklung spiegeln sich nicht nur in den Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber wider, sondern strahlen auch auf die gesamte Schweizer Wirtschaft aus.

Steiniger Weg zur Netto-Null-CO2-Bilanz

Die Baubranche sieht sich jedoch mit der Herausforderung konfrontiert, bis 2050 eine Netto-Null-CO2-Bilanz zu erreichen. Dies erfordert eine Anpassung des Sektors und den Einsatz innovativer Massnahmen. Wesentlich ist dabei die Berücksichtigung der Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und der Nachhaltigkeit während der gesamten Projektphase, von der Planung über die Umsetzung bis hin zum Lebenszyklus. Dies betrifft die Baunormen, die Wahl der Baumaterialien, den Transport, die Planung, die Abfallentsorgung, die benötigten Anlagen und Maschinen sowie die Kosten.

Schon viel erreicht

Die CO2-Emissionen deutlich zu senken und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben, ist keine leichte Aufgabe. Die Baubranche ist sich dessen bewusst und hat auch schon viel erreicht. Seit den 1990er-Jahren konnte sie ihren CO₂-Ausstoss pro Tonne Zement bereits um 30 Prozent reduzieren. Zudem konnte die Schweizer Zementindustrie ihre CO₂-Emissionen aus primär fossilen Brennstoffen um zwei Drittel senken. Es bleibt indes noch viel zu tun. Dazu braucht es eine klare Politik, die einen realistischen Regulierungsrahmen bietet, der die Bauunternehmen unterstützt, ohne den Wettbewerb und die Innovation zu behindern.

Ausbildung kontinuierlich anpassen

Für die Baubranche gilt es, qualifizierte Arbeitskräfte zu rekrutieren, die die Prinzipien der Nachhaltigkeit und der Kreislaufwirtschaft nicht nur verstehen, sondern auch in der Lage sind, diese in die Praxis umzusetzen. Dem Schweizerischen Baumeisterverband kommt die bedeutende Aufgabe zu, sicherzustellen, dass die Ausbildung kontinuierlich an die neuen Anforderungen angepasst wird und stets auf dem aktuellen Stand bleibt. In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben, dass die Prinzipien der Nachhaltigkeit und der Kreislaufwirtschaft bereits bei einigen Berufen wie Bauführer und Baupolier in den Masterplan «SBV-Berufsbildung 2030» integriert sind.

Eine qualitativ hochstehende Berufsbildung ist daher unerlässlich, um wettbewerbsfähig zu bleiben, die Attraktivität der Schweiz zu steigern, Innovationen voranzutreiben und die Ziele für 2050 zu erreichen.

Über den Autor

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Schweizerischer Baumeisterverband

kommunikation@baumeister.ch

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