Bauen ist Partnerschaft ist Zukunft

Bauen ist keine Einzeldisziplin. Deshalb gilt: Zusammen geht es besser, und das nicht nur auf der Baustelle, sondern in allen Bereichen unserer Branche. Partnerschaften auf dem Bau sind dabei so vielfältig wie die Projekte, die wir realisieren.

Bauen ist keine Einzeldisziplin. Deshalb gilt: Zusammen geht es besser, und das nicht nur auf der Baustelle, sondern in allen Bereichen unserer Branche. Partnerschaften auf dem Bau sind dabei so vielfältig wie die Projekte, die wir realisieren.

Wer glaubt, auf der Baustelle könne jeder für sich arbeiten, irrt. Auf einer Baustelle muss alles ineinandergreifen. Fehlt auch nur ein Teil oder läuft eines aus dem Takt, stehen Maschinen still, werden Termine nicht eingehalten, steigen Kosten. Die Wahrheit ist simpel: Zusammen geht es besser.

Unsere Branche kennt zahlreiche Beispiele gelebter Zusammenarbeit. Gerade Arbeitsgemeinschaften zeigen, dass Unternehmen bei Grossprojekten zusammenspannen können. Das erfordert Vertrauen und die Bereitschaft, Wissen zu teilen. Und das mit einem Partner, der morgen wieder Konkurrent sein kann. Die Schweizerische Zentralstelle für Baurationalisierung CRB wiederum ist ein Beispiel dafür, wie Baumeister und Immobilienwirtschaft gemeinsame Standards entwickeln. Hier geht es um langfristige Verlässlichkeit in Prozessen und Abläufen zum Nutzen aller Beteiligten.

Wer zu spät an den Tisch kommt, verliert Zeit und die Chance, Probleme im Vorfeld zu erkennen, Ressourcen besser zu nutzen und unnötige Reibung zu vermeiden. Deshalb sind Projektallianzen, bei denen Bauherren, Architekten und Baumeister frühzeitig am gleichen Tisch sitzen, ein zukunftsweisendes Modell. Partnerschaften fördern das Ziehen am gleichen Strang. Mit Projektallianzen werden Bauwerke besser, als wenn jeder nur für sich schaut.

Partnerschaft bedeutet aber auch Verantwortung. Die Sozialpartnerschaft sorgt für faire Spielregeln und gleiche Bedingungen auf dem Bau. Der paritätische Vollzug des Landesmantelvertrags hat sich als wirksames Mittel im Kampf gegen Lohndumping und Schwarzarbeit erwiesen. Baumeister, ihre Mitarbeitenden und Gewerkschaften verfolgen hier gemeinsam die gleichen Ziele: das Durchsetzen klarer Mindeststandards und eine saubere Branche ohne faule Kompromisse. Diese Prinzipien wünsche ich mir auch für den neuen Landesmantelvertrag.

Nicht zuletzt gilt es, an die Zukunft zu denken: Die Partnerschaft mit den verschiedenen Ausbildungsstätten und Schulen sorgt dafür, dass unsere Branche auch künftig über genügend gut ausgebildete Fachkräfte verfügt. Denn ohne qualifizierte Mitarbeitende wird aus keinem Bauplan ein Bauwerk. Ohne Nachwuchs, der heute ausgebildet wird, gibt es morgen keine Baustellen, keine Innovation und keine funktionierenden Partnerschaften.

Erfolgreiche Partnerschaften brauchen klare Regeln, offene Worte und das gemeinsame Ziel vor Augen. Wer so baut, baut nicht nur Häuser, Strassen und Brücken, er baut Vertrauen zwischen Unternehmen, zwischen Auftraggebern und Ausführenden, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmenden. Und das ist das stabilste Fundament, das unsere Branche kennt.

Michael Kehrli, Leiter Arbeitgeberpolitik und Recht, Vizedirektor SBV

Über den Autor

pic

Schweizerischer Baumeisterverband

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