Building Information Modelling ist erst der Anfang

Die Baumeister leisten einen wichtigen Beitrag zum kosteneffizienten Bauen. Viele Projekte werden immer komplexer, die einzelne Elemente hängen immer mehr voneinander ab. Smart Data Analysis erkennt und vernetzt die wichtigen Daten und sortiert unwichtige aus. So wird Bauen trotz zunehmender Komplexität effizienter. Mit dem interaktiven Trendradar unterstützt der Schweizerische Baumeisterverband seine Mitglieder neu in der Trenderkennung.

Konventionelle Planungs- und Ausführungsmethoden stossen beim Bauen zunehmend an ihre Grenzen. Gerade bei Grossprojekten kommt immer mehr das Building Information Modelling (BIM) zum Einsatz. Mit BIM und dem virtuellen Prototyping können vom Büro bis zur Baustelle alle Beteiligten am selben, dreidimensionalen Projekt arbeiten. Dadurch werden Zusammenhänge sichtbarer und Arbeitsabläufe optimiert. BIM kann so frühzeitig mögliche Planungs- und Ausführungsfehler erkennen und damit Risiken und Kosten reduzieren sowie gleichzeitig die Projektqualität erhöhen.

Mit der zunehmenden Datenmenge werden jedoch auch die Anforderungen an die Analyse anspruchsvoller. Im Bau können dies aktuelle oder historische Bau- und Projektdaten, Umweltdaten oder Angaben von Beteiligten sein, die über unterschiedlichste Kommunikationskanäle übermittelt werden. Auch im Zusammenhang mit BIM ist es unerlässlich, dass diese Daten über den gesamten Wertschöpfungsprozess betrachtet werden.

Smart Data Analyses heisst der nächste Schritt

Die ständig wachsenden Datenmengen bringen mittlerweile auch moderne Rechenzentren an ihre Grenzen. Das seit einiger Zeit bekannte Konzept von Big Data muss deshalb erweitert werden: Anstelle der gesamten Datenmenge ist es wichtig, die richtigen Daten zu erkennen und nur diese zu bearbeiten. Bei den Smart Data stehen folglich die nutzbringenden Daten im Mittelpunkt.

Eine tatsächlich hilfreiche Analyse reduziert die Datenmenge vor der Auswertung auf das Werthaltige und ignoriert Unwichtiges. Mit der Konzentration auf Weniger lassen sich beispielsweise vorausschauende Aussagen machen, wie die Vorhersage von Unfallsituationen oder das Planen von Wartungsintervallen vor dem Eintritt des Verschleisses. Für den Bau sind solche Aussagen sehr wertvoll, denn jede Risikoreduktion oder Erhöhung der Prognosesicherheit verspricht eine höhere Produktivität.

Trends frühzeitig erkennen

Damit Bauunternehmungen die Weichen für ihre mittel- und langfristige Entwicklung richtig auf die Entwicklungen und Trends in unserer Gesellschaft einstellen können, bietet der Schweizerische Baumeisterverband neu einen interaktiven Trendradar als Entscheidungsgrundlage.

Der Trendradar zeigt aktuelle und künftige Trends und Innovationen für die Schweizer Baubranche auf. Dazu dokumentiert und analysiert der SBV kontinuierlich die zentralen Trends und Entwicklungen innerhalb der sechs Themenblöcke Politik, Nachhaltigkeit, Bildung & zukünftiges Arbeiten, Urbanisierung, Automatisierung und Konnektivität. Einmal jährlich wird der Trendradar von ausgewählte Fach- und Branchenexperten aktualisiert. Jede Überprüfung bewertet die Trends entlang der Dimensionen Zeitachse, Brancheneinfluss und Branchenkompetenz. Das Resultat ist die interaktive Darstellung des Radars.

Entdecken Sie jetzt, wohin sich die Zukunft entwickeln wird und welche Auswirkungen diese Trends auf Ihr Geschäftsmodell haben könnten. Weitere Informationen zum Trendradar finden Sie hier.

Über den Autor

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Thomas Staffelbach

Chefredaktor

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