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Die Botschaft entsteht beim Empfänger

Marcel Sennhauser ist neu in der Geschäftsleitung des Baumeisterverbands für Kommunikation und Politik zuständig. Sein zentrales Anliegen ist, die Stimme der Bauwirtschaft in Politik und Gesellschaft zu stärken.

Ohne Kommunikation geht nichts – auch nicht in einem Verband. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den Mitgliedern brauchen Informationen, um Entscheidungen zu treffen und handeln zu können. Mit einer guten Kommunikationskultur lassen sich Missverständnisse und Konflikte vermeiden. Dies weiss auch Marcel Sennhauser, der seit 1. August 2022 beim SBV als neuer Leiter Politik und Kommunikation tätig ist. «Die Baubranche ist für mich ein Abbild unserer multi-kulturellen Gesellschaft mit ihren vielen unterschiedlichen Anspruchsgruppen – von unseren Mitarbeitenden über die Unternehmer bis hin zur Gesellschaft und Politik.» Deshalb sei es ihm wichtig, Branchenanliegen adressatengerecht, verständlich, über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg zu den Menschen zu bringen. Von dieser Kommunikation profitieren alle SBV-Mitglieder. Sennhauser: «Zum Beispiel mit unseren Serviceleistungen in Arbeitgeberpolitik und Recht, Unternehmensführung, Bildung und Bildungsmarketing. Weiter vertritt der SBV zusammen mit unseren Sektionen und Fachverbänden die wichtigen überbetrieblichen Interessen unserer Mitglieder im Staat, in der Wirtschaft und Öffentlichkeit und engagiert sich in den Bereichen Arbeitgeber-, Wirtschafts- und Berufsbildungspolitik.»

 

Mit einer Stimme sprechen

Eine klare Kommunikation ist Marcel Sennhauser besonders bei den Themen Arbeitssicherheit und den technischen Anforderungen wichtig. «Ich lege viel Wert darauf, dass unsere Stimme in der Bevölkerung und bei den Entscheidungsträgern auf allen Stufen in den verschiedenen Landesteilen gehört wird. Nur so können wir unsere Argumente und Forderungen für eine auch in der Zukunft erfolgreiche Branche einbringen.» Als Beispiel führt er das aktuelle LMV-Jahr an, welches zeige, wie wichtig es sei, im ganzen Land als Bauhauptgewerbe mit einer Stimme zu sprechen. Stark gewichtet der neue SBV-Kommunikationsleiter auch die Zusammenarbeit mit den Sektionen, Mitgliederbetrieben und der Öffentlichkeit. «Für mich ist gute Kommunikation, wenn die Anliegen des SBV punktgenau bei den Empfängern als Grundlage zur Umsetzung verstanden werden.»

Woher stammt seine Affinität zu Kommunikation? «Kommunikation bedeutet für mich Leben schlechthin. Wir tauschen uns als Menschen ständig verbal und non-verbal aus. Spannend ist daran, dass wir alle Menschen sind, allerdings alle von unterschiedlicher Herkunft, wir also verschiedene Hintergründe und Lebenserfahrung mitbringen.» Dies zusammen zu bringen für ein gemeinsames Anliegen, sprich eine starke, zukunftsorientierte Bauwirtschaft, mache seine Aufgabe beim SBV so herausfordernd wie spannend.

 

Leerläufe bekämpfen

Eine seiner Hauptaufgaben beim SBV ist es, die Stimme der Bauwirtschaft in Politik und Gesellschaft so weit zu stärken und zu Gehör zu bringen, um die Rahmenbedingungen für diese Branche zu verbessern. «Die Baubranche trägt wesentlich seit Jahrzehnten zu Wohlstand und Wachstum in allen Regionen der Schweiz bei.» Gerade die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass die Branche in der Lage war, trotz Hindernissen sicher und verantwortungsbewusst durchzuarbeiten.

Marcel Sennhauser ist nicht nur für die Kommunikation zuständig, sondern er amtet neu auch als politischer Leiter des SB. Auf dieser Bühne warten in Bern zahlreiche «Baustellen» auf den 53-Jährigen, zum Beispiel der Umstand, dass Baubewilligungsverfahren oft zu lange dauern. «Wir müssen versuchen, diese Verfahren allgemein zu beschleunigen. Dies wird nicht einfach sein und ist eine Herkulesaufgabe in unserem föderalistischen System.» Weiter ist er überzeugt, dass durch Innovation, sprich durch Ersatzbauten und Sanierungen, die von der Gesellschaft immer stärker geforderte Nachhaltigkeit auch wirklich in Taten umgesetzt wird. «Themen sind die Umsetzung BöB beziehungsweise IVöB und die Stärkung der gesamten Infrastruktur in der Schweiz durch eine konstant gesicherte Finanzierung», sagt er. Es gelte, Leerläufe zu bekämpfen. Hier nennt er als Beispiel die Stellenmeldepflicht, wegen der Unternehmen trotz Fachkräftemangel in fast allen Bauberufen einen mühsamen Fünf-Tage-Umweg über das RAV gehen müssten.

Generell sieht Sennhauser die Bauwirtschaft mit einer immer stärker werdenden Zunahme an Gesetzen und Vorschriften konfrontiert, die lähmt. «Hier müssen wir als SBV noch stärker informieren und aufklären, dass die Kräfte des Marktes spielen sollen und nicht dirigistische Massnahmen.»

 

Digitale Kanäle mit Potenzial

Marcel Sennhauser, von Beruf Ingenieur HTL mit Weiterbildungen an der HSG, St. Gallen und der Columbia University in New York, war zuletzt zwölf Jahre lang als Bereichsleiter Kommunikation und Public Affairs sowie als stellvertretender Direktor beim Chemie- und Pharmaverband Scienceindustries vormals Schweizerischen Gesellsaft für Chemische Industrie tätig. Wo sieht er die grössten Unterschiede zwischen Chemie und Bauwirtschaft? Beide Branchen sind für Marcel Sennhauser wichtige Säulen der Schweizer Volkswirtschaft, die Gegenwart und Zukunft der Schweiz massgeblich prägen und Menschen Arbeitsplätze und Lebenssinn verschaffen.

«Spannend ist, dass die chemisch-pharmazeutische Industrie fast ausschliesslich für den Export in die ganze Welt tätig, während die Bauwirtschaft für die Gesellschaft hier unmittelbar vor Ort in der Schweiz besorgt ist. Zudem ist die Bauwirtschaft mit ihren vielen KMUs gesamtschweizerisch viel homogener über die Regionen verteilt, während die Chemie- und Pharmabranche vor allem mit Grossunternehmen an einigen Hotspots in der Schweiz vertreten ist.» Lernen könne man von den Life-Sciences-Industrie, dass die Innovationfähigkeit und das hohe technische Know-how der Bauwirtschaft in der Öffentlichkeit ebenso stark wahrgenommen werde wie bei den Chemie- und Pharmaunternehmungen.

Marcel Sennhauser freut sich auf die vielen Herausforderungen und sieht noch viel Potenzial, vor allem in den für eine jüngere Zielgruppe immer wichtiger werdenden digitalen Kanälen, die er noch stärker für die SBV-Themen einsetzen will. «Für viele sind wir diejenigen, die nur Baulärm verursachen. Unser Selbstverständnis ist aber, dass wir mit Bauen die Zukunft der Schweiz gestalten», sagt er. «An diesem Punkt müssen wir ansetzen und aufzeigen, dass wir mit unserer Arbeit die Schweiz mit gesellschaftlicher Substanz, Präsenz und Sicherheit über Jahrzehnte nachhaltig prägen. Denn was wäre die Schweiz ohne Wohnungen, Strassen, Schienen, Schulen und Gewerbebauten.»

Über den Autor

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Susanna Vanek

Redaktorin

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