Ein Brückenbauer zwischen Herkunft und Zukunft

Nach einer siebenjährigen Tätigkeit im Zentralvorstand wurde Hanspeter Egli, seit 2020 Vizepräsident des SBV-Zentralvorstandes, an der DV vom 6. und 7. November 2025 verabschiedet.

Nach einer siebenjährigen Tätigkeit im Zentralvorstand wurde Hanspeter Egli, seit 2020 Vizepräsident des SBV-Zentralvorstandes, an der DV vom 6. und 7. November 2025 verabschiedet. Der Unternehmer meint, sein Engagement im Verband habe ihm eine neue Welt eröffnet.  

Das 1851 erstmals erwähnte Bauunternehmen Meier-Ehrensperger hat die Sehenswürdigkeiten Zürichs ins rechte Licht gerückt, indem es sie renoviert hat. Bis heute erhielt das Unternehmen namhafte Aufträge für Gesamt- und Aussenrenovationen im Kanton und in der Stadt Zürich. In der Stadt zählen der Vorderberg, die Kirche St. Peter, das Opernhaus, die Augustinergasse, die Wasserkirche, das Helmhaus sowie der alte Hardturm dazu. Möglich machte das ein sehr grosses Fachwissen in Denkmalschutz und traditioneller Handwerkstechniken. So konnte Meier-Ehrensperger Herkunft in die Zukunft führen. 

1998 wurde Meier-Ehrensperger in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, im gleichen Jahr begann die Karriere von Hanspeter Egli im Betrieb. Er wurde Geschäftsleitungsmitglied, Verwaltungsratspräsident und Mitinhaber. Daneben war er Mitinitiant des Lehrgangs Handwerk in der Denkmalpflege HID. Als Autor des Moduls historische Mauerwerks- und Putzsanierungen leitete er zudem als während 15 Jahren als Dozent den entsprechenden Kurs. 2020 liess sich Egli pensionieren.  

Hin zur Zukunft 

Kurz zuvor hatte er eine neue Herausforderung in Angriff genommen. An der DV 2018 in Sursee war er für die Region Zürich Schaffhausen in den Zentralvorstand gewählt worden. Diese Position trat er 2019 an. «Damit tat sich für mich als Unternehmer eine neue Welt auf», berichtet er. Engagiert und bestimmt setzte er sich in der Folge dafür ein, Lösungen für die Arbeitnehmenden zu finden. Der 2020 zum Vizepräsidenten gewählte Egli nahm seitens des Zentralvorstandes nämlich sehr viele Aufgaben wahr, in denen es um das Wohl der Beschäftigten des Bauhauptgewerbe ging, seien es ihre (Weiter)bildungsmöglichkeiten, ihre Anstellungsmöglichkeiten oder ihre Pensionierung. Dabei betonte Egli etwa die Bedeutung der Aus- und Weiterbildung für ältere Mitarbeitende, für Lernende oder für ausländische Personen ohne Sprachkenntnisse. Ein wichtiges Anliegen war ihm die Sicherung des Nachwuchses. Seine Haltung zu den Arbeitnehmenden widerspiegelt sich in einem Satz, den er 2023 in einer Rede äusserte: «Ein guter Handwerker ist eine gute Partie, im Betrieb, beim Bauherrn oder zu Hause.» 

In seinen Funktionen arbeitete er an zahlreichen zukunftsgerichteten Projekten mit, etwa an den IT-Projekten C&ICT Inkasso Parifonds Bau und FAR sowie Portal Bau, Leistung und Bildung. Mit seiner Mitarbeit am Masterplan 2030 half er mit, die Bildung zu modernisieren, er löste die SVK aus dem SBV und stellte sie als eigenen Verein auf, das Gleiche tat er beim Parifonds Bau, der aus der AK 66 heraus ein selbständiger Verein wurde. Weiter führte er die Vereine SVK und Parifonds Bau unter eine gemeinsame Führungsstruktur. Man kann sagen, dass er so weiterführte, was er bei Meier-Ehrensperger bereits getan hatte: Wichtiges so zu sanieren, dass es auch in Zukunft funktioniert. In diesem Sinne ist er Brückenbauer zwischen Herkunft und Zukunft. 

«Ich war gerne Zahnrad im grossartigen Verband SBV», meint er. Als Mitglied des Zentralvorstandes könne man einen grossen Einfluss auf das Bauhauptgewerbe nehmen. «Es ist wichtig, dass wir uns als Unternehmer einbringen, indem wir Einsitz in Vorstände oder Kommissionen nehmen, in denen man wirken, beeinflussen und gestalten kann.»  

Egli ist jemand, der gerne reist. Diesem Hobby möchte er in Zukunft zusammen mit seiner Lebenspartnerin noch mehr frönen.  

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