Einsprachen sind das grösste Hindernis beim Wohnungsbau Experten nennen Rekurse und Einsprachen als die wichtigsten Hindernisse beim Bau von Wohnungen. Die Begründungen der Einsprechenden sind oftmals nur vorgeschoben. Höhere Mietpreise und weniger Wohnungen als angedacht sind die Folge. Mittwoch, 20.8.2025 | 07:00 ... Schweizerischer Baumeisterverband Baumeister 5.0 Konjunktur und Statistiken Zahlen und Fakten Einsprachen sind das grösste Hindernis beim Wohnungsbau Rekurse und Einsprachen sind Wohnungsfeinde Nr. 1 Rekurse und Einsprachen sind die grössten Hürden beim Wohnungsbau, Dies geben jeweils 90% der befragten Experten an. Der Aufwand beginnt aber bereits bei der Planung. Die Abklärungen für die Eingabe des Baugesuchs sind aufwändig, die Anforderungen bei Sondernutzungen streng. Dies alles spiegelt den «demokratischen» Charakter des Bauprozesses wieder, denn der Prozess ist auf den Ausgleich verschiedener Interessen ausgelegt. Aber er ist eine wichtige Ursache, warum nicht ausreichend Wohnraum geschaffen wird. Willkürliche Begründung dominiert Einsprachen sind grundsätzlich dazu da, um Eigeninteressen zu wahren. Aber sie müssen schützenswert sein. Zu häufig sind die Gründe nur vorgeschoben, um nicht schützenswerte Eigeninteressen möglichst lange zu erhalten. Die häufigste Begründung (66%) für eine Einsprache ist eine generelle Skepsis gegenüber der Bewilligungsfähigkeit. Das Bundesamt für Wohnungsbau spricht sinngemäss von «einem Schuss mit der Schrotflinte ins Dunkle». Die zweithäufigste Begründung – Lärm – könnte schon bald deutlich seltener zum Zuge kommen, weil die neue Lärmschutzverordnung im Frühjahr 2026 in Kraft treten soll, die das Bauen in lärmbelasteten Gebieten unter gleichzeitigem Schutz der Bevölkerung wieder ermöglicht. Einsprachen tragen wesentlich zur Notlage bei Einsprachen haben laut nur 2% der Experten ein Bauprojekt verbessert. Stattdessen verzögern die Einsprachen die Bauprojekte derart, dass das geplante Bezugsdatum verschoben werden muss. In 4 von 10 Fällen werden die Anzahl Wohnungen reduziert und die Wohnfläche verkleinert. Mit anderen Worten tragen die Einsprachen erheblich zur Wohnungsnotlage bei, weil weniger Wohnungen gebaut werden als geplant und damit die Einsprachen die Mieten in die Höhe treiben. Androhung von Einsprachen oft erfolgreich Anwohner stellen oft eine “informelle Forderung” wie etwa einen gewissen Geldbetrag oder eine Änderung der Planung, um ihre Eigeninteressen durchzusetzen oder schlichtweg den Bauherren zu erpressen. Diese Forderung können sie teilweise durchsetzen, weil sie sonst damit drohen, Einsprachen zu stellen und das Bauvorhaben für lange Zeit zu verzögern. 23% der Experten geben an, dass sie häufig oder fast immer eine finanzielle Entschädigung leisten, weitere 36% geben an, dies zumindest selten auch zu tun. Eher selten ignorieren die Bauherren eine informelle Forderung oder drohen mit Gegenmassnahmen. Über den Autor Luiza Maria Maniera lmaniera@baumeister.ch Artikel teilen
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