Ethik trifft Bau: Patrick Imboden über KI, BIM und Verantwortung Es war eine Folge, die nachhallt. Moritz und Mario hatten Patrick Imboden, Geschäftsführer der oneloop GmbH, zu Gast. Donnerstag, 21.8.2025 | 06:05 ... Schweizerischer Baumeisterverband Baumeister 5.0 Digitalisierung Ethik trifft Bau: Patrick Imboden über KI, BIM und Verantwortung Ethik trifft Bau: Patrick Imboden über KI, BIM und VerantwortungEs war eine Folge, die nachhallt. Moritz und Mario hatten Patrick Imboden, Geschäftsführer der oneloop GmbH, zu Gast. Schon nach wenigen Minuten wurde klar: Hier spricht kein Theoretiker, sondern ein Mann aus der Praxis, der die Bauwirtschaft und die digitale Welt miteinander verbindet.Patrick, ursprünglich Bauleiter und Architekt, hat sich in den letzten Jahren tief in die Themen BIM und künstliche Intelligenz hineingearbeitet. Doch er bleibt nicht bei technischen Fragen stehen. Ihn bewegt ein grösseres Bild: die Ethik. Was machen Daten mit uns? Wo liegt die Grenze zwischen Unterstützung und Überwachung? Und wie stellen wir sicher, dass Technologien in der Bauwirtschaft fair, verantwortungsvoll und menschenzentriert eingesetzt werden?Die Realität auf der BaustellePatrick schilderte anschaulich, wie sensibel die Daten sind, die heute auf einer Baustelle entstehen. Von Bauplänen über Raumbelegungen bis hin zu personenbezogenen Informationen wie AHV-Nummern oder Unfallberichten, die Bandbreite ist riesig. „Das ist nichts Abstraktes“, betonte er, „sondern betrifft direkt unsere Mitarbeitenden und die Sicherheit von Bauprojekten.“Vom Architekt zum Ethik-SpezialistenSein Weg dorthin ist bemerkenswert. Vom klassischen Planer über den Bauleiter bis hin zum Master in Digitalem Bauen und einem zusätzlichen CAS in digitaler Ethik an der HWZ hat Patrick sich Schritt für Schritt dorthin entwickelt, wo er heute steht: an der Schnittstelle von Technologie, Baupraxis und gesellschaftlicher Verantwortung. Es geht nicht darum, Kontrolle auszuüben, sondern Orientierung zu schaffen. Patrick Imboden CEO oneloop GmbH Leitplanken statt Laissez-faireWas KMU in der Bauwirtschaft jetzt brauchen, so Patrick, sind klare Leitlinien. „Es geht nicht darum, Kontrolle auszuüben, sondern Orientierung zu schaffen.“ Firmen müssten entscheiden, welche Tools genutzt werden dürfen, wie mit sensiblen Daten umgegangen wird und wie Mitarbeitende befähigt werden, KI sinnvoll einzusetzen. Besonders wichtig sei dabei Transparenz, denn nur so lasse sich Vertrauen aufbauen.Pragmatisch und praxisnahPatrick sprach nicht nur über Risiken, sondern auch über Chancen. Als Beispiele nannte er Chatbots, die Bauunternehmungen beim Erstellen von Berichten unterstützen oder grosse Mengen an Dokumenten zusammenfassen. Doch er warnte vor blindem Technikglauben: „Nicht jede Herausforderung lässt sich mit einer Software lösen. Am Ende bleibt der Mensch im Zentrum.“Sein Fazit: Mut zum AusprobierenZum Abschluss gab Patrick den Zuhörern einen klaren Rat:„Schaut euch eure Datenstrategie an. Holt eure Mitarbeitenden ab. Baut Kompetenzen auf, sowohl im Umgang mit KI als auch in Fragen der Ethik. Und wenn ihr nicht weiterwisst, sucht euch Sparringpartner.“Ein Gespräch, das zeigt: Die Digitalisierung im Bau ist kein Selbstläufer, sondern braucht Haltung, Weitsicht und Menschen wie Patrick Imboden, die mit Herzblut und Fachwissen den Weg weisen.Wer wissen will, wie echte digitale Transformation klingt, hört rein in Folge 19 des BauTechTalks.Jetzt auf Spotify, Apple Podcast und YouTube.🎧 Hör dir jetzt die neueste Folge vom BauTechTalk an: Über den Autor Mario Sülz mario.suelz@baumeister.ch Artikel teilen
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