«Fachkräfte holen wir uns über die Weiterbildung»

Während ihrer Aus- und Weiterbildungsjahre erhielten Polier Admir Arifi und Vorarbeiter Max Kramer stets volle Unterstützung von ihrem Arbeitgeber, der Lötscher Tiefbau AG.

Während ihrer Aus- und Weiterbildungsjahre erhielten Polier Admir Arifi und Vorarbeiter Max Kramer stets volle Unterstützung von ihrem Arbeitgeber, der Lötscher Tiefbau AG. 

Vorarbeiter Max Kramer (27) bespricht mit einem Mitarbeiter die nächsten Schritte auf einer Grossbaustelle. 2018 begann er bei der Lötscher Tiefbau AG die Lehre zum Strassenbauer EFZ . Die Weiterbildung zum Vorarbeiter folgte nach der RS. Bereits einen Schritt weiter ist Admir Arifi (27). Nach der Schulzeit begann er bei Lötscher die Lehre zum Strassenbauer EFZ, arbeitete ein Jahr lang auf dem Beruf, um die nächsten Stufen auf der Karriereleiter zu erklimmen. Zuerst die Vorarbeiterschule, dann die Polierschule, die er vor einem Jahr abschliessen konnte. Von ihrem Arbeitgeber genossen Admir und Max in all den Aus- und Weiterbildungsjahren volle Rückendeckung. Das Engagement der Firma der Lötscher Tiefbau AG in der Nachwuchsförderung kommt nicht von ungefähr. «Wegen des FAR verlassen viele Fachkräfte schon mit 60 Jahren den Arbeitsmarkt», sagt Geschäftsführer Kurt Furrer: «Dabei geht eine Menge Knowhow verloren.» Den Nachschub extern hereinzuholen, ist keine Option. «Wer per Inserat einen Polier oder Vorarbeiter sucht, erhält entweder keine Rückmeldungen oder Bewerbungen unqualifizierter Personen.» Deshalb hat man bei der Luzerner Baufirma eine Art Talentmanagement eingeführt: Die Mitarbeiter werden vom ersten Lehrtag an beobachtet. «Wer gut arbeitet, wird bei uns speziell gefördert und zu einer Weiterbildung motiviert», so Furrer. Dass die Weiterzubildenden oft im Betrieb fehlen, nimmt er in Kauf. «Die Abwesenheit kompensieren sie mit guten Leistungen und zusätzlichem Knowhow, von dem wir als Firma profitieren.» 

Autor: Alex Piazza

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Schweizerischer Baumeisterverband

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