Flexibilität, Kreativität, Solidarität

Als Kommandant des Katastrophenhilfe-Bereitschaftsbataillons der Schweizer Armee ist Oberst Sébastien Neuhaus ein wahrer Krisenexperte. Im Vorfeld seines einschlägigen Vortrags in Lausanne Ende Juni äussert er sich sehr positiv über seine Zusammenarbeit mit Schweizer Baufachleuten.

 

Erdbeben in Haiti, Überschwemmungen im Tessin und im Wallis sowie der Felssturz in Graubünden (Brienz): Das sind nur einige der Notsituationen, die Oberst Sébastien Neuhaus und sein Katastrophenhilfe-Bereitschaftsbataillon bewältigen mussten. Hier vor Ort kann der seit langem östlich der Saane wohnhafte Westschweizer dabei auf die wertvolle Unterstützung durch das Baugewerbe zählen. «Ich hatte immer mit zupackenden Profis zu tun, die Geld oder Profit hintenanstellten und alles daransetzten, gemeinsam eine schnelle Lösung für die Betroffenen zu finden», lobt er.

Als die Armee beispielsweise im Tessin dringend ein Bohrgerät für das Maggiatal benötigte, stellten die Bauunternehmen, die gerade das neue Fussballstadion in Lugano errichteten, ihr Gerät zur Verfügung und transportierten es ins Tal, wodurch ihre eigene Arbeit drei Tage lang ruhen musste. «Ich denke, was uns eint, sind unser Sinn für Flexibilität, die Fähigkeit, neue Wege zu gehen und bei der Planung auch Details zu berücksichtigen. In solchen Situationen müssen alle ihre Komfortzone verlassen und rasch reagieren, um helfen zu können», so Neuhaus.

Sicherlich wird der Oberst uns anlässlich des Tags der Bauwirtschaft am 27. Juni in Lausanne, bei dem es um die Resilienz der Branche in Krisenzeiten geht, weitere hilfreiche Tipps zum Umgang mit Notsituationen geben können.

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