Flüsterleise Baustelle In der Stadt Zürich befindet sich eine der ersten vollständig elektrischen Baustellen der Schweiz – fast ohne Lärm und Emissionen. Das Pilotprojekt zeigt, wie nachhaltiges Bauen heute bereits möglich ist. Dienstag, 29.7.2025 | 06:00 ... Schweizerischer Baumeisterverband Baupraxis Flüsterleise Baustelle In der Stadt Zürich befindet sich eine der ersten vollständig elektrischen Baustellen der Schweiz – fast ohne Lärm und Emissionen. Das Pilotprojekt zeigt, wie nachhaltiges Bauen heute bereits möglich ist.Eine Baustelle, die fast kein Lärm verursacht? Keine Zukunftsversion, sondern in Zürich-Affoltern Realität. In diesem Stadtquartier befindet sich eine der ersten E-Baustellen der Schweiz. Beim Umbau einer Schulanlage kommen elektrisch betriebene Bagger, Dumper und Radlader zum Einsatz. Auch der Materialtransport geschieht elektrisch: Elektrolastwagen übernehmen Zulieferung und Abfuhr. Der Beton wird mit einem elektrischen Fahrmischer angeliefert – selbst die Mitarbeitenden legen ihre Wege zur Baustelle mit Elektroautos zurück.Die E-Baustelle ist ein Pilotprojekt der Stadt Zürich. Konventionelle Baustellenfahrzeuge tragen weltweit sowohl zum Klimawandel als auch zur Klimaverschmutzung bei. Im Gegensatz dazu stossen elektrische Baustellenfahrzeuge keine Treibhausgase und Luftschadstoffe aus. Zürich hat sich das Ziel gesetzt, bis 2035 das Netto-Null-Ziel erreichen. Die Stadt testet im Rahmen des Pilot-projekts in Affoltern auch diverse Submissionsverfahren, um künftig das Vergabekrite-rium «Nachhaltigkeit» stärker zu gewichten. «Der Bau ist eine innovative Branche», sagt Matthias Engel vom SBV, «die Pilotbaustelle in Affoltern zeigt, wie es möglich ist, vollständig auf elektrifizierte Baumaschinen und -geräte zu setzen.» Es gebe aber noch Herausforderungen zu überwinden wie beispielsweise die begrenzte Akkudauer der E-Maschinen oder die begrenzte Verfügbarkeit entsprechender Ladestationen. «Die Bauunternehmen wären sicherlich investitionsfreudiger, wenn die Anschaffung von E-Baumaschinen belohnt würde – etwa durch die Möglichkeit, die geräuscharmen Geräte bereits vor 7 Uhr einsetzen zu dürfen», so Engel. Autor: Werner Schüepp Das Pilotprojekt der Stadt Zürich wird von der Hochschule Luzern wissenschaftlich begleitet. Ziel ist unter anderem folgende Fragen zu beantworten: Was muss in der Ausschreibung für eine E-Baustelle enthalten sein? Welche Unternehmen haben sich spezialisiert? Welche Fristen und Abläufe gilt es einzuhalten? Über den Autor Schweizerischer Baumeisterverband kommunikation@baumeister.ch Artikel teilen
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