Kreislaufwirtschaft in Kantonsverfassung verankert Am 28. September 2025 hat das Waadtländer Volk die Initiative «Sauvons le Mormont» mit fast 55 Prozent abgelehnt und den direkten Gegenvorschlag mit über 67 Prozent angenommen. Dienstag, 6.1.2026 | 14:30 ... Schweizerischer Baumeisterverband Baumeister 5.0 Umwelt & Nachhaltigkeit Kreislaufwirtschaft in Kantonsverfassung verankert Am 28. September 2025 hat das Waadtländer Volk die Initiative «Sauvons le Mormont» mit fast 55 Prozent abgelehnt und den direkten Gegenvorschlag mit über 67 Prozent angenommen.Die Initiative «Sauvons le Mormont» sollte den Schutz des Mormont in der Kantonsverfassung festschreiben und jeden weiteren Rohstoffabbau in diesem Gebiet verbieten. Insbesondere wurde die Förderung alternativer Baumaterialien zu Zement angestrebt, um auf Beton verzichten zu können. Gegen diese realitätsferne und Arbeitsplätze gefährdende Initiative setzten sich die Wirtschaftsverbände und das Baugewerbe zur Wehr.Das Komitee von Kantons- und Bundespolitikern unter der Leitung der Fédération vaudoise des entrepreneurs FVE betonte, die Aufgabe des Zementabbaugebiets – eines Ortes von nationaler Bedeutung laut Bundesgericht – zöge massive Zementimporte per Lastwagen aus dem Ausland nach sich. Lanciert wurde die Kampagne im Ausbildungszentrum für Bauberufe in Echallens, in welchem die überbetrieblichen Kurse für Maurer stattfinden. Das Ausbildungszentrum vertritt ein Konzept der Wiederverwendung und war darum der perfekte Ort, um die Nachhaltigkeitsbemühungen des Sektors aufzuzeigen. Zudem zeigten die FVE und die Waadtländer Gruppe der Maurer- und Tiefbauunternehmen anlässlich dieser Abstimmung auf, dass das Verbot von Beton aus reinem Dogmatismus eine Illusion wäre.Kreisläufe beim Bauen: Anreize statt SteuernDer vom Volk gutgeheissene Gegenvorschlag hat den Grundsatz der Kreislaufwirtschaft in der Verfassung verankert. Vor diesem Hintergrund kann die Privatwirtschaft mehr Lösungen zur Abfallreduktion erarbeiten und mit kurzen Wegen arbeiten. Doch auch künftige ergänzende Gesetze müssen genau betrachtet werden. Die FVE plädiert für positive steuerliche Anreize statt Strafbesteuerung zur Förderung der Kreislaufwirtschaft in der Bauwirtschaft. Autor: Nicolas Tripet, FVE Über den Autor Schweizerischer Baumeisterverband kommunikation@baumeister.ch Artikel teilen
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