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Der Bau als Klammer der Schweiz

Entwicklung peripherer Gebiete zulassen

Die Bauwirtschaft schafft in den Bergregionen und den ländlichen Gebieten zahlreiche Arbeitsplätze. In solchen Regionen ist der Bau in den Top Drei der Arbeitgeber-Branchen. Dank ihrer wirtschaftlich wichtigen Rolle und ihren zahlreichen Arbeitsplätzen kann die Bauwirtschaft Lösungen bieten, die sich direkt auf die Entwicklungsperspektiven der verschiedenen Regionen auswirken.

Für die Bergregionen braucht es Perspektiven und attraktive Lebensbedingungen.

Digitale Infrastruktur

Mit dem Einzug der Digitalisierung und neuer Technologien entstehen in den Randregionen neue Arbeitsmodelle. Sie bieten nicht nur sehr attraktive Lebensbedingungen, sondern sind so in der Lage, junge, gutausgebildete Berufsleute mittels Arbeitsplätze in zukunftsträchtigen Branchen anzulocken. Die peripheren Regionen erhalten dadurch die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln. Die Haupttäler können sich so zu neuen Wirtschaftszentren entwickeln und bleiben für junge Leute attraktiv. Gerade in Randgebieten mit geringem touristischen Potenzial könnte dies einen positiven Einfluss auf die Entwicklung und den Verbleib von arbeitstätigen Bevölkerungsgruppen in diesen Gebieten haben.

Das Ausrollen der digitalen Infrastruktur, allen voran mit Glasfasertechnologien und 5G, muss schneller voran gehen.

Bauen ausserhalb der Bauzone

Die klare Trennung zwischen Baugebiet und Nichtbaugebiet ist ein wichtiger Grundstein der Raumplanung. Das zulässige Bauen ausserhalb der Bauzone muss dennoch genutzt werden können. Die Schweizer Bevölkerung will wieder mehr Ferien in der Schweiz verbringen. Dafür müssen sich die peripheren Gebiete entwickeln können.

Die Berg- und Landkantone sind auf Entwicklungsmöglichkeiten angewiesen.

Die Bauwirtschaft als wichtige Arbeitgeberin

Das Bauhauptgewerbe stellt heute vor allem in den Randregionen wichtige Arbeitsplätze zur Verfügung. Um attraktive Arbeitgeber zu bleiben, braucht es ein liberales Arbeitsrecht. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und qualifizierte Arbeitsplätze erhalten zu können, braucht es insbesondere mehr Flexibilität. Dazu gehören neue, innovative Arbeitszeitmodelle. Zusätzliche gesetzliche Abgaben dürfen die Wettbewerbsfähigkeit des Bauhauptgewerbes nicht noch weiter einschränken.

Die Baubranche will auch in Zukunft wichtige Arbeitsplätze zur Verfügung stellen.

Verkehrsinfrastruktur

Die Dynamik einer Bergregion hängt stark von einer Transportinfrastruktur ab, die einerseits auf die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner zugeschnitten ist, andererseits auch die zahlreichen Touristen berücksichtigt, für welche die Berggebiete in erster Linie eine Tourismusdestination sind. Damit die Zufahrtswege und die Mobilität den Bedürfnissen entsprechen, braucht es einen Sinneswandel.

Der strategischen Bedeutung der Infrastrukturen für Tourismusregionen ist Rechnung zu tragen.

Energiestrategie

Die peripheren Gebiete versorgen die Schweiz mit Energie aus Wasserkraft. Davon profitiert ein Grossteil der Bevölkerung und Wirtschaft. Die Nachfrage nach Elektrizität übersteigt jedoch das Angebot. Aus diesem Grund sind die ebenfalls zu berücksichtigen. Es braucht einen klaren Plan, wie der Ausbau der grossen und leistungsfähigen Kraftwerke realisiert werden kann, damit eine möglichst hohe inländische Energieproduktivität erreicht wird.

Die Kapazität der Wasserkraft muss gesteigert werden, wenn die Nachfrage gedeckt und die Klimaziele erreicht werden sollen.

Forderungen für faire Entwicklungsmöglichkeiten der peripheren Gebiete

  • Die digitalen Infrastrukturen müssen die peripheren Gebiete erschliessen. In sogenannten Zentrumstälern entfaltet sich somit die ganze Breite an Möglichkeiten digitaler Entwicklung und kann dadurch die Abwanderung aus ländlichen Gebieten aufhalten.
  • Die Berg- und Landkantone müssen mehr Freiheiten erhalten, um ausserhalb der Bauzone standortgebundene Bauprojekte realisieren zu können. Ausserhalb der Bauzone darf keine dogmatische Verbotskultur herrschen, sondern es muss Möglichkeiten geben, sich gezielt entwickeln zu können.
  • Die Bauwirtschaft muss auch in Zukunft ein attraktiver Arbeitgeber sein. Dafür muss sich das Arbeitsrecht den neuen Entwicklungen anpassen und mehr Flexibilität aufweisen. Die berufliche Vorsorge bedarf einer Absicherung für die Zukunft. Sie muss jedoch für die Arbeitgeber nach wie vor bezahlbar sein. Und es braucht eine Sozialpartnerschaft, welche kompetitiv ist. Es nützt nichts, wenn die Branche symbolisch für ideologische Kämpfe herhalten muss.
  • Die Verkehrsinfrastrukturen in den Randregionen müssen ausgebaut werden. Bereits die heutigen Infrastrukturen reichen häufig nicht aus und sind überlastet. Dies wird sich in Zukunft akzentuieren.
  • Die Energiekraftwerke müssen einfacher ausgebaut werden können. Wasserkraftwerke gelten als saubere Energielieferanten, werden aber aufgrund von vermeintlichem Naturschutz bekämpft. Solche Widersprüche müssen ausgeräumt und die Wasserkraftwerke als Entwicklungspotenzial für die Berggebiete anerkannt werden. Eine lokale Energieversorgungsinfrastruktur muss mittels Positivplanung möglich sein, zudem ist eine möglichst hohe inländische Energieproduktivität anzustreben.
Agenda 125.0

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