«Rein traditionelle Entscheidungen hemmen die Innovation.» Freitag, 3.5.2024 | 06:00 ... Schweizerischer Baumeisterverband News «Rein traditionelle Entscheidungen hemmen die Innovation.» Erweiterung, Evolution, Revolution? Was zeichnet die Baustoffe der Zukunft aus? Die Wege unserer Mitglieder sind vielfältig. Philippe Clerc, Leiter Struktur, Maulini SA, Satigny (GE) Aktuell geht der Trend zur mehr oder weniger sinnvollen Verwendung von Holz, Lehmziegeln, recyceltem PET und anderen innovativen Baustoffen. Mit dem Einsatz von Stahlbeton als zukunftsweisendem Bauelement kann ich daher viele schockieren. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist er vorrangige Wahl, und die technologische Entwicklung hat sich nicht verlangsamt. Wie geht es weiter? Er wird langlebig, wiederverwendbar und mechanisch hochleistungsfähig sein, mit dekarbonisiertem Zement und ohne Klinker hergestellt werden, aus recyceltem Gesteinskörnungen bestehen und von biobasierten Bewehrungen (warum nicht aus Pflanzenfasern?) gestützt werden. Paola Schafer, Leiterin Ressourcen und Umwelttechnik, Grisoni-Gruppe, Vuadens (FR) Auf verschiedenen Kontinenten werden laufend neue Baustoffe im Hoch- und Tiefbau entwickelt, erforscht und weiterentwickelt. Rein traditionelle Entscheidungen würden die Innovationsfähigkeit hemmen. Je nach den technischen Gegebenheiten des Projekts, dem Standort, der Nutzung des Bauwerks und der Sensibilität der Bauherrschaft sind allerdings bestimmte Materialien besser geeignet als andere. Es zeichnen sich jedoch kurzfristige Trends ab: Holz, die Verwertung von Rückbaumaterialien und der Einsatz von Recyclingbeton mit CO2-Bindung werden in unseren Breitengraden zunehmen. Auch Erdbeton, biobasierte Betone, Niedertemperatur-Beläge oder 100 Prozent recycelte Beläge bewähren sich. Schliesslich werden mittel- bis langfristig neue, innovative Baustoffe auf den Markt und unsere Baustellen kommen. Da ich in einem Unternehmen tätig bin, das für Umwelt- und Sozialaspekte sensibilisiert ist, ermutige ich die Bauherrschaften nachdrücklich, Tests in grossem Massstab zu fördern. Beat Aerni, Projektleiter, Anliker AG, Birsfelden (BL) Der Baustoff Beton wird auch in Zukunft wichtig sein, mit dem Ziel diesen nachhaltiger und dauerhafter zu machen. Zum Beispiel, indem man ihn mit Kohlefasern verstärkt um die Karbonatisierung zu verhindern. Zudem werden alternative Dämmstoffe und Bausteine, u.a. aus Hanf, Stroh oder Wolle, zunehmend wichtiger, auch im Neubau. Wir werden auch viel mehr recycelte Baustoffe (aus Bauschutt) benutzen. Über den Autor Pascal Gysel pascal.gysel@entrepreneur.ch Artikel teilen
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