Schatten braucht Planung

Frühzeitig geplante Schutzmassnahmen reduzieren Hitzestress, verbessern die Sicherheit und halten Teams leistungsfähig. Jetzt ist der Moment, Schatten, Kühlung und Aufklärung zur Priorität zu machen.

 

Hitze lässt sich nicht vermeiden – aber professionell managen. Wer draussen arbeitet, weiss: Ein schattiger Platz zur richtigen Zeit macht den Unterschied. Und doch fehlt es vielerorts genau daran. Besonders gefährdet sind ältere Mitarbeitende, Personen mit Vorerkrankungen und solche, die zu wenig trinken. Aber auch junge, fitte Bauarbeitende unterschätzen oft, wie schnell Flüssigkeitsmangel und Überhitzung die Leistungsfähigkeit senken.

Mit wenig Aufwand lassen sich flexible Schattenspender wie Zelte, Sonnensegel oder Pavillons aufstellen. Sie bieten Schutz bei Besprechungen, in Pausen oder bei stationären Arbeiten. Für einen wirksamen Hitzeschutz eignen sich zudem feste Überdachungen oder Container mit guter Belüftung. Frisches Trinkwasser ist Pflicht; ergänzend kann auch leicht gesüsster Tee bereitgestellt werden. Da der Körper beim Schwitzen auch Salze verliert, sollten zusätzlich isotonische Getränke angeboten werden.

Auch die persönliche Schutzausrüstung hat Fortschritte gemacht: UV-Schutzkleidung schützt vor Strahlung und hilft, die Körpertemperatur zu regulieren. Leichte, atmungsaktive Materialien mit Belüftungselementen oder Feuchtigkeitsmanagement gehören heute zur Grundausstattung. Eine geeignete Kopfbedeckung schützt zuverlässig vor der Sonne. In den heissen Monaten Juni und Juli kann der Nackenschutz zusätzlich regelmässig mit Wasser befeuchtet werden, um die Körpertemperatur zu senken. Bei extremer Hitze können ergänzend weitere Kühlmethoden wie Kühlwesten in Betracht gezogen werden.

Hitzeschutz ist Teil der Unternehmenskultur: Wer ihn aktiv plant und kommuniziert, übernimmt Verantwortung, schützt die Gesundheit – und sorgt auch an heissen Tagen für einen reibungslosen Ablauf.

 

Autorin: Heidi Bacchilega

Zusätzliche Arbeitssicherheits-Infos

Über den Autor

pic

Schweizerischer Baumeisterverband

kommunikation@baumeister.ch

Artikel teilen