Sicher in der Grube: Darauf kommt es an Mit Teamgeist und klaren Regeln lassen sich selbst gefährlichste Arbeiten im Graben sicher meistern. Polier Reno Meinel verrät, warum Aufmerksamkeit Leben retten kann – und Routine zur Falle wird. Dienstag, 16.9.2025 | 06:00 ... Schweizerischer Baumeisterverband Arbeitssicherheit BfA-Info Sicher in der Grube: Darauf kommt es an Mit Teamgeist und klaren Regeln lassen sich selbst gefährlichste Arbeiten im Graben sicher meistern. Polier Reno Meinel verrät, warum Aufmerksamkeit Leben retten kann – und Routine zur Falle wird. Der Platz ist knapp, die Verhältnisse beengt – trotzdem läuft alles ruhig und geordnet. «Unser Team ist eingespielt, man kennt und vertraut sich», sagt Reno Meinel, seit 2016 Polier bei der Kibag AG. An der Zürcher Manessestrasse arbeiteten sie in einer bis zu 6,5 Meter tiefen Baugrube, gesichert mit Spunt- und Rühlwänden.Generell zählen Arbeiten in Gräben und Baugruben zu den anspruchsvollsten Aufgaben im Tiefbau: Einsturzgefahr, Platzmangel und Zeitdruck sind ständige Begleiter. Umso wichtiger sind klare Abläufe: Ab einer Tiefe von 1,50 m müssen Wände gesichert werden – entweder durch eine Böschung im richtigen Neigungswinkel oder durch einen geeigneten Verbau. Zugänge und Fluchtwege sind zu kennzeichnen, Gefahrenzonen deutlich abzugrenzen. «Ich kontrolliere täglich, dass alles eingehalten wird», so Meinel. Er weiss: Nur Aufmerksamkeit schützt. «Wir haben keine zweite Chance, wenn eine Wand nachgibt.» Unterstützung erhält er vom Sicherheitsbeauftragten, der unangemeldet Kontrollen durchführt. Für Meinel ist das ein wichtiger Teil der Prävention. Zusätzlich organisiert sein Arbeitgeber jährlich Schulungen zu Sicherheitsthemen – ein Austausch, den Meinel und sein Team schätzen. Was hat sich aus seiner Erfahrung besonders bewährt? «Ordnung und Sauberkeit. Wer sich wohlfühlt, arbeitet konzentrierter und macht weniger Fehler», betont er. Werkzeuge und Material sind aufgeräumt, Wege frei, Container sauber. Das schaffe Übersicht und verhindere Stolperfallen. Gleichzeitig mahnt der erfahrene Polier zur Wachsamkeit: «Die grösste Gefahr ist die Routine. Man denkt, man kennt alles – und schon übersieht man eine Kleinigkeit.» Für Meinel steht fest: Vorschriften allein schützen nicht – handeln schon! Text: Heidi Bacchilega / Fotos: Mario Sülz Über den Autor Schweizerischer Baumeisterverband kommunikation@baumeister.ch Artikel teilen
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