Solides Interesse für das Baugewerbe

Als Tochter eines Bauzeichners kennt die Journalistin und Moderatorin Mélanie Freymond Baustellen schon aus ihrer Kindheit. So ist es ihr eine besondere Freude, Publikum und Gäste am 27. Juni in Lausanne als Moderatorin durch das Programm des Tags der Bauwirtschaft zu führen.

Mélanie Freymond ist eine sehr vielseitige Kommunikationsexpertin. Sie ist nicht nur TV- und Radiojournalistin, sondern auch als Synchronsprecherin und auf der Bühne im Einsatz. Erst kürzlich übernahm sie beim Eurovision Song Contest die Moderation für das Westschweizer Publikum. Aber nur wenige wissen um die Verbundenheit des Lausanner Sprachtalents, das vier Sprachen beherrscht, mit dem Baugewerbe.

«Mein Vater ist Bauzeichner und hat mir einen tieferen Einblick in dieses Arbeitsfeld vermittelt, als es Laien möglich ist. Als Kinder hat er uns mit auf seine Baustellen genommen. Die matschigen Wege und das Balancieren über Bodenbretter sind mir noch gut in Erinnerung. Dann kommen mir nicht eingehaltene Fristen, genervte Kunden und die wechselnde Zusammenarbeit mit verschiedenen Gewerken in den Sinn», berichtet sie lachend.

Als Moderatorin des Tags der Bauwirtschaft kennt sie auch die Herausforderungen der Schweiz im Wohnungsbau – etwa im Arc Lémanique: «Viele Menschen wollen sich dort ansiedeln. Das stellt eine Stadt wie Lausanne vor strukturelle Probleme. Zudem ist die Bereitstellung von angemessenem Wohnraum auch eine gesellschaftliche Herausforderung. Für eine nachhaltige Lösung bedarf es gemeinsamer Überlegungen aller Bürgerinnen und Bürger», so ihre Analyse.

Ein anderes Thema: Wie lässt sich der Kontakt zwischen den Sprachregionen des Landes verbessern? Die multikulturelle Moderatorin hat eine simple Antwort: «Einfach die Klischees einem Realitätscheck unterziehen. Oft fällt das Ergebnis ganz anders aus als gedacht!».

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