Stabilität unter Wasser

Die Spezialisten der Walo Bertschinger AG sind in der Lage, Wasserbauprojekte in fast jedem Gewässer durchzuführen. In Basel sorgt eine Tauchgruppe dafür, dass das Stauwehr auch extremen Bedingungen Stand hält.

Die Spezialisten der Walo Bertschinger AG sind in der Lage, Wasserbauprojekte in fast jedem Gewässer durchzuführen. Zu den Stammkunden zählen die Betreiber des Kraftwerks Birsfelden in Basel. Dort sorgt eine Tauchgruppe dafür, dass das Stauwehr auch extremen Bedingungen Stand hält.

Wasserkraftwerke tragen 60 Prozent zur Schweizer Stromversorgung bei. Birsfelden in Basel nutzt dazu eine Energiequelle, die sich ständig erneuert: Die Kraft der Rheinströmung wird in saubere Elektrizität umgewandelt. Die Firma Walo ist damit beauftragt, die Stabilität des Stauwehres für ein Erdbeben der Stärke 7,5 sicherzustellen. «Wir verstärken das Wehr mit Mikropfählen in den Wehrschwellen im Unterwasser und in den Wehrpfeilern im Oberwasser», sagt Giovanni Volpe, Bauführer bei der Walo Bertschinger AG. Die Firma ist ein Spezialist für Wasserbau und verfügt über eine bestens ausgerüstete Tauchergruppe. Diese ist derzeit im Einsatz bei Wehrschwellen, die ein bis fünf Meter unter Wasser liegen. Volpe: «Die 197 Mikropfähle in den Wehrschwelle erfordern ein Durchbohren der bestehenden Betonplatte auf die ganze Tiefe, bevor sie in den Felsen eingebunden werden. Das Erstellen der Mikropfähle wird durch oft anstehende, grosskalibrige Armierung erschwert, die mit viel Aufwand durchbohrt werden muss.»

Bei dieser Baustelle sind einige Herausforderungen zu meistern. Eine davon ist laut Volpe, dass bei zu hohem Rheinabfluss die Arbeiten eingestellt werden müssen. «Weiter können die Wasserstände im Unterwasser stark variieren und die Befestigung des Pontons muss auf verschiedene Wasserspiegel ausgelegt werden.» Bei Taucharbeiten gilt es zudem immer, die Strömung und die Sicht unter Wasser zu berücksichtigen. Dazu kommt, dass der gesamte Materialumschlag über den Wasserweg abgewickelt wird. Volpe: «Dies ist aus logistischer Sicht nicht immer einfach.»

 

Autor: Werner Schüepp

Inseli und «Stausee»

Birsfelden liefert als Kernaufgabe nicht nur Strom. Es stellt mit dem sogenannten «Inseli» der Bevölkerung auch einen Erholungsort zur Verfügung. Und der «Stausee» beheimatet eine Vogelwelt. Heute werden 17% des gesamten Stromverbrauchs in der Grossregion Basel im Kraftwerk Birsfelden produziert.

Über den Autor

pic

Schweizerischer Baumeisterverband

kommunikation@baumeister.ch

Artikel teilen