Tiefbau mit Weitsicht

Ecosoil hat ein neues Verfahren entwickelt, bei dem der Bauaushub zu einem Flüssigboden umgewandelt wird, mit dem die Baugrube wieder gefüllt wird.  

 

Man kennt das Problem: Wenn unter einer Strasse eine Werkleitung erneuert werden muss, wird üblicherweise das Aushubmaterial entfernt und weggeführt. Später, wenn die Leitungen ersetzt sind, wird neues Material, meistens Sand und Kies, in die ausgehobenen Gräben geschüttet und verdichtet. Das generiert LKW-Fahrten. Das müsste doch anders gehen, sagten sich die Verantwortlichen der Langenthaler Bauunternehmung Witschi Bau. In der Folge trafen sie auf ein Verfahren, bei dem das ausgehobene Material vor Ort gesiebt, zu einem flüssigen Brei aufbereitet und wieder in die Grube gebracht wird. Dabei gibt es, je nach Bodenbeschaffenheit, verschiedene Rezepturen. Der Vorteil: Es muss keine Nachverdichtung gemacht werden, das Material ist wasserdurchlässig, frostsicher und druckfest. Sollen erneut Leitungen erneuert werden, dann kann es dennoch mit einem Spaten ausgehoben werden. Anschliessend kann es wieder verwendet werden Zudem ist der Flüssigboden natürlich und verträgt sich bestens mit dem Grundwasser. Das Verfahren ist also kostengünstiger, effizienter und erst noch nachhaltiger als bisherige Verfahren – man spart bis zu 60 Prozent CO2 in der Bauproduktion. Gemeinden, auf deren Gebiet das Verfahren schon eingesetzt wurde – Madiswil oder Küsnacht, zum Beispiel – sind begeistert.

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Susanna Vanek

Redaktorin

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