Trinkwassersicherstellung am Steilhang Beim Bau des neuen Trinkwasserreservoirs Bieli musste das ausführende Bauunternehmen Gasser Felstechnik AG einige knifflige Aufgaben lösen. Im steilen Gelände kam auch ein Schreitbagger zum Einsatz. Dienstag, 3.6.2025 | 06:00 ... Schweizerischer Baumeisterverband Baupraxis Trinkwassersicherstellung am Steilhang Beim Bau des neuen Trinkwasserreservoirs Bieli musste das ausführende Bauunternehmen Gasser Felstechnik AG einige knifflige Aufgaben lösen. Im steilen Gelände kam auch ein Schreitbagger zum Einsatz.«Es ist ein sehr spannendes Bauprojekt», schwärmt Bauführer Kurt Lüthi kurz vor der endgültigen Fertigstellung des Trinkwasserreservoirs Bieli. Den Auftrag dazu erhielt das Bauunternehmen Gasser Felstechnik AG von der Brunnengenossenschaft Hasliberg-Hohfluh. Das Projekt war in vier Teilaufträge gegliedert: Das Verlegen von Verbindungsleitungen zum bestehenden Reservoir, das Realisieren der Netzanschlussleitungen, das Ausheben der Baugrube und die Hochbauarbeiten für das Reservoir-Gebäude. Die Arbeiten mussten teilweise in steilem Gelände ausgeführt werden.«Das ist wie auf uns zugeschnitten, weil wir dabei auf unsere Kompetenzen und einen entsprechenden Maschinenpark zählen können», erläutert Lüthi. Die Grabarbeiten für die Leitungen mussten, aufgrund der Topografie, mit einem Schreitbagger ausgeführt werden. Dieser wurde in den steilsten Partien durch eine Winde gesichert. Die Rohre für das Trinkwasser, die der Leitungsbauer vorgängig auf der Baustelle zusammengeschweisst hatte, wurden per Helikopter eingeflogen und in den dafür vorbereiteten Graben gelegt. Die Leitungen wurden unter anderem zwei Meter unter einem Bach durch verlegt, welcher für die Bauarbeiten umgeleitet werden musste. «Der Untergrund war aber kiesig, dadurch instabil und enthielt immer wieder Wasser – das war eine anspruchsvolle Aufgabe», erinnert sich Lüthi. Die Sicherung der Baugrube erfolgte durch eine Nagelwand.Keine VerschmutzungFür den Bau des Reservoirs wurde ein Sperrbeton verwendet. Die Schalungsarbeiten enthielten einige komplexere Details, was das Team forderte. Zudem wurde die Schalung im Inneren des Reservoirs mit einer speziellen Folie belegt. Diese Folie bewirkt eine sehr dichte, harte, und vor allem lunkern- und trennmittelfreie Randbetonzone. Dies wurde erforderlich, damit sich keine Verschmutzungen bilden können, welche die Wasserqualität mindern würden. Über den Autor Susanna Vanek susanna.vanek@baumeister.ch Artikel teilen
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