Wir bilden Bauprofis aus!

Die Berufsbildung auf dem Bau durchläuft eine Modernisierung. Der SBV überarbeitet in Zusammenarbeit mit der Branche die Grund- und Kaderausbildung, definiert neue Berufsbilder und passt die Weiterbildung an.

Die Berufsbildung auf dem Bau durchläuft eine Modernisierung. Der SBV überarbeitet in Zusammenarbeit mit der Branche die Grund- und Kaderausbildung, definiert neue Berufsbilder und passt die Weiterbildung an. So werden künftig auf allen Stufen kompetente Bauprofis ausgebildet.

Mit dem Masterplan «SBV-Berufsbildung 2030» wird die gesamte Aus- und Weiterbildung zukunftsfähig gestaltet. Nach einer intensiven Bedarfsabklärung konnten 2024 die Umsetzungen lanciert werden, die im laufenden Jahr voll zum Tragen kommen.

Neue Maurerausbildung ab Sommer 2025

In der Grundbildung starten 2025 die ersten Lernenden ihre Ausbildung zum Maurer/in EFZ oder EBA. Die totalrevidierte Lehre setzt auf individuelle Begleitung und Förderung der Lernenden dank einer engeren Koordination der drei Lernorte (Lehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse). Die Abstimmung der beiden Qualifikationsprofile erhöht die Attraktivität der Ausbildung Maurer/in EBA als Einstieg ins Bauhauptgewerbe.  und ermöglicht Lernenden mit guten Leistungen den nahtlosen Übergang zur dreijährigen Lehre (Maurer/in EFZ). Das Qualifikationsverfahren legt neu den Fokus auf die zugeteilten Aufgaben. Die schriftliche Prüfung der Berufskenntnisse fällt weg zugunsten einer stärkeren Gewichtung der Erfahrungsnote.

Bereits erste Berufsprüfung in der höheren Berufsbildung abgelegt

Im Januar 2024 haben die ersten Baupoliere/innen ihre Ausbildung nach neuem Prüfungsreglement abgeschlossen, ein Jahr später im Januar 2025 die ersten Bauvorarbeiter/innen. Im Spätsommer 2025 werden die Baumeister folgen, 2026 schliesslich die neuen Bauführer. Die Ausbildungsinhalte der vier Kaderausbildungen sind individueller auf die Mitarbeitenden ausgerichtet. Im Fokus stehen Sozial-, Selbst- und Führungskompetenzen. Schliesslich richten sich die Prüfungen deutlich mehr nach der Praxis aus. Insgesamt ist der Zugang zu den eidgenössischen Prüfungen neu flexibler gestaltet, was Unternehmen erlaubt, Nachwuchstalente auch ausserhalb des Bauhauptgewerbes zu rekrutieren.

Neuer Bauberuf für digitale Anforderungen

Die Digitalisierung ist aus dem Baualltag nicht mehr wegzudenken. Der Umgang mit digitalen Tools in der Ausführung gewinnt darum sowohl in der neuen Grund- als auch in der höheren Berufsbildung grosse Bedeutung. 2024 sprach sich die Branche für einen neuen Beruf mit digitaler Affinität aus. Die Ausarbeitung dafür läuft bereits.

Neue Wege auch für Neueinsteiger und Fachausbildungen

Künftig sorgen Branchenzertifikate für standardisierte Weiterbildungen in einzelnen Fachgebieten. Revidiert und den künftigen Anforderungen angepasst wurden 2024 auch die Reglemente und Wegleitungen für Kran- und Baumaschinenführer/innen. Die neue Weiterbildung zum Baufacharbeiter eröffnet nichtqualifizierten Arbeitnehmenden eine fachliche Perspektive in der Branche.

Mehr Praxisorientierung und mehr Ausbildung auf allen Ausbildungsstufen

Der Betrieb ist der wichtigste Lernort. Nicht nur für die Berufslernenden, sondern auch für die Fach- und Führungskräfte in Ausbildung. Unternehmen sind damit gefordert, ihre Mitarbeitenden intensiver zu begleiten und konsequent im Betrieb auszubilden. Für die Grundbildung wird empfohlen, dass firmeninterne Berufsbildner pro Auszubildenden fünf Prozent ihrer Arbeitszeit einsetzen.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst im Jahresbericht 2024 des SBV.

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