basket

Coronavirus

Der Schweizerische Baumeisterverband verfolgt die aktuellen Coronavirus Situation aufmerksam und informiert seine Mitglieder regelmässig über aktuelle und relevante Entwicklungen. Impfen ist die wirkungsvollste Massnahme zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Dies betonte der Bundesrat.

Bund übernimmt Kosten für die Ausstellung von Zertifikaten bei repetitiven Tests

Zukünftig wird die Ausstellung von Zertifikaten beim repetitiven Testen neu vom Bund finanziert. Bis heute mussten die Kosten vom Auftraggeber (z.B. Betriebe, Kantone) bezahlt werden. Es ist mit einer Übergangsfrist bis zur Umstellung zu rechnen. Diese Kostenübernahme gilt allerdings nicht für individuelle Tests. Wenn ein Arbeitgeber in Einzelfällen einen Test anordnet, dann müssen diese Kosten vom Arbeitgeber übernommen werden.

Kostenloses Testen wird verlängert

Bis Ende November 2021 bleiben die Tests (Antigen-Schnelltests und Speichel-PCR-Pool-Tests) von Personen, die eine erste Impfung erhalten haben, jedoch noch kein Zertifikat haben, kostenlos. Ferner haben weiterhin alle Personen unter 16 Jahren kostenlos Zugang zu Tests.

Zudem verschiebt der Bundesrat die generelle Frist, ab welcher die bisher vom Bund übernommenen Kosten für Antigen-Schnelltests selbst bezahlt werden müssen, um 10 Tage vom 1. auf den 10. Oktober 2021. Bis dahin werden sämtliche Antigen-Schnelltests vergütet, auch Tests für das Covid-Zertifikat. Eine Verlängerung der kostenlosen Einzeltests über den 10. Oktober 2021 hinaus wird hingegen nicht erfolgen.

Ab Montag, 20. September Testpflicht für Einreisende – gilt nicht für Grenzgänger

Nicht-geimpfte und nicht-genesene Personen müssen ab Montag, 20. September 2021 bei ihrer Einreise in die Schweiz zwingend einen Corona-Test (Antigen- oder PCR-Test) vorlegen, unabhängig davon, woher sie kommen und mit welchem Verkehrsmittel sie einreisen. Das hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom Freitag, 17. September 2021 entschieden. Der für die Einreise obligatorische Test ist kostenpflichtig. Alle Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen zudem nach vier bis sieben Tagen einen zweiten Test durchführen. Das Resultat dieses zweiten Tests muss dem Wohnkanton übermittelt werden. Auch dieser zweite Test ist kostenpflichtig. 

Grenzgänger hat der Bundesrat explizit von dieser Regelung ausgenommen. Gleiches gilt für Gütertransporte durch die Schweiz, Passagiere auf der Durchreise und Kinder unter 16 Jahren. 

 

Einreisende müssen darüber hinaus neu bei allen Arten von Einreisen (zu Fuss, Velo, Flugzeug, Bahn, Schiff, Bus und Auto) das elektronische Einreiseformular (Passenger Locator Form) ausfüllen. Sie finden das Formular hier: 

https://swissplf.admin.ch/formular 

 

Es besteht keine Formularpflicht für Grenzgänger. 

Covid-Zertifikat für im Ausland geimpfte Personen

Ab Montag, 20. September 2021 wird das Schweizer Covid-Zertifikat auch für im Ausland geimpfte Personen ausgestellt. Voraussetzung ist, dass es sich um einen von der Europäischen Arzneimittelagentur anerkannten Impfstoff handelt. Für die Umsetzung sind die Kantone zuständig, was zu Verzögerungen führen kannDeshalb sind in einer Übergangsphase bis am 10. Oktober 2021 alle ausländischen Impfnachweise (zum Beispiel Impfausweis der WHO) für den Zugang zu zertifikatspflichten Einrichtungen oder Veranstaltungen gültig

Voraussetzungen für Verwendung des Zertifikats am Arbeitsplatz

Damit ein Arbeitgeber angemessene Schutzmassnahmen am Arbeitsplatz vorsehen kann, darf er bei seinen Mitarbeitenden nachfragen, ob diese über ein Covid-Zertifikat verfügen. Der Bund hat in der Covid-19 Verordnung «Besondere Lage» eine entsprechende Grundlage hierzu eingeführt.

Der Arbeitgeber ist damit berechtigt, das Vorliegen eines Zertifikats bei den Mitarbeitenden im Betrieb zu überprüfen, falls dies der Festlegung angemessener Schutzmassnahmen oder der Umsetzung des Testkonzepts dient. Das Ergebnis der Überprüfung darf jedoch nicht für andere Zwecke verwendet werden.

Damit können die zum Beispiel Schutzmassnahmen wie Maskenpflicht und Abstand innerhalb einer Equipe aufgehoben werden, wenn sämtliche Mitarbeitenden dieser Equipe über ein Zertifikat verfügen.

Die Verwendung des Zertifikats sowie die daraus abgeleiteten Massnahmen müssen schriftlich dokumentiert werden und die Arbeitnehmenden sind vorgängig anzuhören. Der Arbeitgeber muss aus Datenschutzgründen, wenn immer möglich, das datenarme «Zertifikat light» verwenden.

Eine generelle Zertifikatspflicht am Arbeitsplatz wurde hingegen vom Bundesrat bewusst nicht eingeführt und kann somit auch vom Arbeitgeber nicht verlangt werden. Zudem trägt der Arbeitgeber die Testkosten, wenn er einen Test von seinen Mitarbeitern verlangt. Nur wenn der Test im Rahmen der repetitiven Tests im Betrieb erfolgt, übernimmt der Bund die Kosten.

Betriebstests und Impfungen reduzieren einschränkende Massnahmen

Der Gesundheitsschutz hat auch im Jahr 2021 oberste Priorität auf Schweizer Baustellen. Heute stehen mit dem Impfen und mit dem Testen funktionierende Instrumente zur Bewältigung der Corona-Pandemie zur Verfügung. Die konsequente baustellenspezifische Anwendung dieser Instrumente ist Grundlage, um heute bestehende einschränkende Massnahmen zu reduzieren und künftige abzuwenden; so zum Beispiel die Maskentragpflicht bei Unterschreitung der Abstandsregel von 1.5m bei Arbeiten in Aussen- sowie in Innenbereichen. Der SBV setzt sich dafür ein, dass zur Erlangung des Covid-Zertifikats neben der Impfung auch weiterhin kostenlose betriebliche Tests vom Bund bezahlt werden. 

Wichtig ist die Information der Mitarbeitenden. Basierend auf den Faktenblättern des BAG haben wir für Sie ein Merkblatt zur Impfung in acht Sprachen erstellt, mit dem Sie Ihre Angestellten für das Thema Impfung sensibilisieren können. Das Merkblatt steht in untenstehenden Sprachen zur Verfügung.

 

Folgende Möglichkeiten hat ein Bauunternehmen: 

Der Betrieb kann an regelmässigen Testings teilnehmen. Der Bundesrat hat am 25. August 2021 entscheiden, dass er die Betriebstests auch im Herbst und somit über den 1. Oktober 2021 hinaus weiter finanzieren will. 

  • Durch Teilnahme am Testprogramm entfällt die Quarantäne der Mitarbeiter. 
  • Durch Teilnahme am Testprogramm können andere Massnahmen reduziert werden, sofern sich alle Mitarbeiter eines Bereiches beteiligen und negativ sind. 
  • Fälle im Betrieb können erkannt und eine Ausbreitung des Coronavirus im Betrieb kann verhindert werden.
  • Impfen ist die wirkungsvollste Massnahme zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Die Impfung ist für alle Interessierten kostenlos. Es wird keine Krankenkassenkarte benötigt, um sich in der Schweiz kostenlos impfen zu lassen. 
  • Für Geimpfte entfällt die Quarantäne. 
  • Wenn ein Bauarbeiter vollständig geimpft ist, können er und andere vollständig geimpften Personen bei gemeinsamen Arbeiten und bei privaten Treffen auf das Abstandhalten verzichten.   
  • Wenn ein Bauarbeiter vollständig geimpft, hat er automatisch Anrecht auf ein Covid-Zertifikat und dadurch viel weniger Einschränkungen bei Freizeitaktivitäten im Inland und Reisen im Ausland.
Kategorie auswählen

Kostenlose Impfmöglichkeit auch für Grenzgänger und Auslandschweizer 

Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, deren enge Familienangehörige (Ehepartnerin oder Ehepartner, Kinder, Eltern und Schwiegereltern im selben Haushalt) sowie Grenzgängerinnen und Grenzgänger können sich ab sofort ohne obligatorische Krankenpflegeversicherung in der Schweiz impfen lassen. Diese Impfkosten werden vom Bund übernommen.

Kosten für Betriebstests werden weiterhin vom Bund übernommen

Der Bundesrat hat am 25. August 2021 zudem entscheiden, dass er die Betriebstests auch im Herbst und somit über den 1. Oktober 2021 hinaus weiter finanzieren will. Gemäss Bundesrat bleibt das repetitive Testen in Schulen und Betrieben ebenfalls eine wichtige Massnahme, um die Pandemie zu kontrollieren, Übertragungsketten zu unterbrechen und eine Überbelastung der Spitalstrukturen zu verhindern.

Nicht mehr finanziert werden ab 1. Oktober 2021 Tests, welche durchgeführt werden, um ein Covid-Zertifikat für den Besuch einer Veranstaltung oder für einen anderen Zweck zu erhalten. Für Personen mit Symptomen sind die Tests weiterhin gratis, es wird ihnen aber kein Zertifikat ausgestellt. 

Aktualisierte Handlungsanleitung des Seco und der Suva mit vereinzelten Lockerungen für das Bauhauptgewerbe  

Das Seco und die Suva haben ihre Handlungsanleitung für die Umsetzung der Corona-Schutzmassnahmen auf den Baustellen an die Lockerungen des Bundes vom 26. Juni 2021 angepasst. So gilt in Innenräumen nur noch dann eine generelle Maskenpflicht, wenn keine anderen Schutzmassnahmen definiert worden sind. Unterstrichen wird jedoch weiterhin die Wichtigkeit, die Hygiene- und Abstandsempfehlungen des BAG konsequent einzuhalten. Es ist im Einzelfall vor Ort zu beurteilen, ob für einen bestimmten Arbeitsschritt Masken getragen werden müssen.

Händewaschen, Abstandhalten und, wo Abstandhalten nicht möglich ist, Maske tragen, bleiben die zentralen Schutzmassnahmen. Der SBV appelliert an die Unternehmen, diese Massnahmen auch im Sommer strikte einzuhalten und dies auch von den Arbeitnehmenden und Subunternehmen einzufordern. Dies ist wichtig, um trotz der neuartigen Delta-Variante des Coronavirus Baustellen sicher weiterbetreiben zu können.  

Die wichtigsten Punkte sind 

  • Die Maskenpflicht gilt in Innenräumen überall dort, wo der Abstand von 1.5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann. Als Innenräume gelten alle geschlossenen Räume (inklusive Räume, die sich noch im Bau befinden, in denen die Fenster aber schon eingesetzt sind). 
  • Bei Arbeiten im Freien (inklusive in Räumen, die sich noch im Bau befinden, in denen die Fenster aber noch nicht eingesetzt sind), sinkt das Risiko einer Ansteckung. Dennoch ist bei intensiveren Kontakten (sprich wenn Arbeiten nur ausgeführt werden können, wenn die Personen eine längere Dauer den Abstand von 1.5 Metern unterschreiten), eine Maske zu tragen, wenn diese Tätigkeiten nicht zeitweilig durch eine kurze Pause von einigen Minuten unterbrochen werden kann.   
  • Gruppentransporte stellen ein höheres Ansteckungsrisiko dar, daher gilt in diesen weiterhin eine generelle Maskenpflicht. Das Freilassen von Sitzen stellt keine genügende Massnahme dar.
     
  • Gemeinsam genutzte Räume (z.B. Pausenräume, Umkleideräume, Sitzungszimmer etc.) sollen mindestens täglich gereinigt werden. Zudem sollen oft berührte Oberflächen wie Tischflächen und Stuhllehnen nach Gebrauch mit handelsüblichen Reinigungsmitteln oder Desinfektionsmitteln gereinigt werden. Hierfür sind Einwegtücher sowie Reinigungsmittel oder Desinfektionsmittel zur Verfügung zu stellen. Hier gilt Maskenpflicht, wenn der Abstand von 1.5 Metern nicht eingehalten werden kann.
     
  • Für Personalrestaurants und Betriebskantinen sind folgende Regeln zu beachten:  
  1. Die Nahrung muss sitzend zu sich genommen werden.  
  1. 4er-Tische dürfen nur mit zwei Plätzen diagonal besetzt werden.  
  1. Bei grösseren Tischen muss der Abstand von 1.5 Metern gewährleistet sein. Die Abstandsregelung gilt ebenso als eingehalten, wenn zwischen den Sitzplätzen jeweils ein Platz freigehalten wird.
     
  • Empfehlenswert ist eine Kurzinstruktion an jedem Morgen vor dem Arbeitsantritt. Hierbei können Arbeitnehmer über die aktuelle Lage und die einzuhaltenden Schutzmassnahmen informiert und instruiert werden. Empfehlenswert ist zudem, sich als Vorgesetzten bei dieser Gelegenheit über das Befinden der Arbeitnehmer zu informieren und regelmässig zu wiederholen, dass diejenigen die Symptome verspüren, Zuhause bleiben müssen. 

 

Das Dokument von Seco und Suva finden Sie hier.  

Relevante Fragen zu Impfungen

Nachdem die Corona-Impfkampagne Fahrt aufnimmt und nun auch Personen im Arbeitsleben geimpft werden, stellt sich die Frage, ob Arbeitnehmer einen Impftermin während der Arbeitszeit planen dürfen. 

Impftermin ist keine Arbeitszeit

Grundsätzlich gelten hier die Bestimmungen des Obligationenrechts, wonach Arbeitnehmer private Termine in ihre Freizeit zu legen haben. Art. 329 Abs. 3 OR sieht allerdings vor, dass den Arbeitnehmern die üblichen freien Stunden zu gewähren sind, namentlich wenn der Arbeitnehmer keine freie Terminwahl hat oder Impfungen nur während der Arbeitszeit möglich sind. Da je nach Kanton die Impftermine ohne Rücksprache mit dem Impfwilligen zugewiesen werden und die Öffnungszeiten der Impfzentren in der Regel beschränkt sind, fallen diese Termine häufig in die Arbeitszeit und können nicht in die Freizeit des Arbeitnehmers gelegt werden. In diesen Fällen ist die nötige Freizeit grundsätzlich zu gewähren, d.h. es ist dem Arbeitnehmer für die Impfung frei zu geben. In den übrigen Fällen kann vom Arbeitnehmer verlangt werden, den Impftermin in seiner Freizeit wahrzunehmen.

Eine gänzlich andere Frage ist, ob es sich bei einem Termin während der Arbeitszeit um bezahlte oder unbezahlte Absenzen handelt. Da keine Pflicht zur Covid-19-Impfung besteht, erfolgt aus rechtlicher Sicht auch keine Anrechnung von Arbeitszeit. Das bedeutet, dass für die Wahrnehmung des Impftermins keine Lohnfortzahlungspflicht seitens des Arbeitgebers besteht. Nur wenn die Impfung auf Initiative des Arbeitgebers erfolgt, gilt die Zeit für die Impfung als Arbeitszeit.

Arbeitsunfähigkeit nach Impfung

Manche Personen reagieren nach einer Impfung mit Krankheitssymptomen wie Fieber, Schüttelfrost oder Kopfschmerzen. Je nachdem wie stark diese Symptome ausfallen, kann dies zu einer Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers führen. Fälle, in denen die Impfung zu einer Arbeitsunfähigkeit beim Arbeitnehmenden führt, gelten als Krankheitsfälle und es kommen die Regeln zur Lohnfortzahlung bei Krankheit zur Anwendung. In solchen Fällen sollte vom Arbeitnehmer allerdings unbedingt ein entsprechendes Arztzeugnis ab dem ersten Tag verlangt werden.

Keine Quarantäne für Geimpfte und Genesene

Geimpfte sind neu wie Genese während sechs Monaten von der Kontaktquarantäne und der Reisequarantäne sowie von der Testpflicht und der Pflicht zur Angabe der Kontaktdaten bei der Einreise ausgenommen. Voraussetzung ist eine vollständige Impfung mit einem in der Schweiz oder durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassenen Impfstoff. Auch Personen unter 16 Jahren werden von der Reisequarantäne und der Testpflicht bei der Einreise ausgenommen. Die Ausnahmen von der Reisequarantäne und von der Testpflicht gelten nicht für genesene und geimpfte Personen, die aus Ländern mit besorgniserregenden Virusvarianten einreisen.

Corona Kurzarbeit: Anpassung

Die Höchstbezugsdauer für Kurzarbeitsentschädigung aufgrund des Coronavirus wird von aktuell 18 auf 24 Monate erhöht. Die Erhöhung der Höchstbezugsdauer gilt bis zum 28. Februar 2022. Das summarische (=vereinfachte) Abrechnungsverfahren für die Anmeldung von Kurzarbeit in Folge der Corona Pandemie wurde bis zum 31.12.2021 verlängert. 
Hingegen gilt ab dem 1. Juli 2021 wieder eine Karenzfrist von einem Tag. Zudem wird per 1. Juli 2021 der «Rapport wirtschaftlich bedingter Ausfallstunden» wiedereingeführt. Damit bestätigen die Arbeitnehmenden ihre Ausfallstunden und erklären, dass sie mit der Kurzarbeit einverstanden sind. 

Ferien und Feiertage geltend machen
Das Kantonsgericht Luzern hat in einem konkreten Fall festgestellt, dass bei der Bemessung der Kurzarbeitsentschädigung aufgrund der Corona-Pandemie die Ferien- und Feiertagsentschädigungen ebenfalls zu berücksichtigen sind. Betroffen sind Kurzarbeitsentschädigungen, welche ab März 2020 bezahlt wurden und während der gesamten Laufzeit des summarischen Verfahrens bezahlt werden. Das Verfahren wird voraussichtlich vor das Bundesgericht weitergezogen.  

Damit Unternehmen während der Dauer dieses Verfahrens mögliche Ansprüche nicht verlierenempfiehlt der SBV, umgehend bei den zuständigen Arbeitslosenkassen ein Gesuch, um Wiedererwägung der Kurzarbeitsentschädigung einzureichen. So können bei der Kurzarbeitsentschädigung auch Ferien und Feiertage geltend gemacht werden. 

Download

Kontaktquarantäne in Betrieben entfällt bei wöchentlichen Tests

Für Mitarbeitende von Unternehmen, die über ein Testkonzept verfügen und der vor Ort tätigen Belegschaft mindestens einmal pro Woche Testungen anbieten, entfällt neu bei ihrer beruflichen Tätigkeit die Kontaktquarantäne. Das hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 14. April 2021 beschlossen. Voraussetzung ist, dass es sich um regelmässige für diesen Zweck anerkannte Testungen handelt, deren Kosten vom Bund übernommen werden. Selbsttests zählen nicht dazu. Um von der Befreiung der Kontaktquarantäne profitieren zu können, empfiehlt der SBV deshalb, sich bezüglich Testkonzept an die Teststrategien der Kantone zu halten. 

Corona-Erwerbsersatz wird verlängert 
Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung beschlossen, die Geltungsdauer für den Corona-Erwerbsersatz über den 30. Juni 2021 hinaus bis zum 31. Dezember 2021 zu verlängernEbenfalls verlängert wird die Frist um ein entsprechendes Gesuch zu stellen. Erleidet ein Arbeitnehmer bis zum 31. Dezember 2021 aufgrund von Corona einen Arbeitsausfall kann er das entsprechende Gesuch für Leistungen aus dem Corona-Erwerbsersatz bis zum 31. März 2022 einreichen.  

BAG-Risikoländerliste

Aktuell stehen keine Länder auf der Liste der Länder mit besorgniserregender Virusvariante.

Die vollständige Liste und weitere Informationen finden Sie hier

Grundsätzlich hat ein Arbeitnehmer keinen Anspruch auf EO-Entschädigung, wenn er «selbstverschuldet» nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet in Quarantäne muss. Als «selbstverschuldet» gilt eine Reise in ein Risikogebiet, nachdem dieses auf die Risikoliste aufgenommen wurde. Hier entfällt die Pflicht des Arbeitgebers zur Lohnfortzahlung. Personen, welche sich zum heutigen Zeitpunkt bereits in einem Risikogebiet aufhalten und bei Ihrer Rückkehr in Quarantäne müssen, haben hingegen einen Anspruch auf EO-Entschädigung, da dies nicht als «selbstverschuldet» gilt. Es obliegt grundsätzlich dem Arbeitnehmer, bei der Ausgleichskasse EO-Entschädigung zu beantragen.

Arbeitgeber dürfen ihren Mitarbeitenden Auslandreisen in Risikogebiete nicht verbieten. Vielmehr sind die Arbeitnehmer auf die Auswirkungen einer solchen Reise hinzuweisen. Dazu kann auch die Selbstdeklaration des SBV verwendet werden.

Erleichterungen durch freiwillige Tests für Ihren Betrieb – dank SBV-Engagement keine Kontaktquarantäne

Am Freitag, 23. April 2021 haben sich die Dachverbände der Wirtschaft mit Vertretern von Bund und Kantonen über die künftige Ausrichtung der Corona-Teststrategie und mögliche Lockerungen ausgetauscht. Diskussionsgrundlage war das Dokument «Lösungsvorschläge und Forderungen der Wirtschaft für eine wirkungsvolle und praktikable Umsetzung der kantonalen Testkonzepte», welches unter tatkräftiger Mithilfe des SBV entstanden ist. Da zugleich die Sektionen des SBV mit demselben Anliegen auf ihre Kantonsregierungen zugegangen sind, war die Forderungen für praktikable Testkonzepte und weitergehende Erleichterungen erfolgreich. Die wichtigsten Zusicherungen von Bund und Kantonen bei der Teilnahme des Betriebes an regelmässigen Testungen sind:  

  • Keine Quarantäne der getesteten Baustellenequipe, solange die «Pool-Resultate» ausstehen. Bei positivem Pool sofortiger PCR Test der ganzen «Pooling-Gruppe». Die Gruppe kann weiterarbeiten bis zum Ergebnis des individuellen Tests.  
  • Nur die positiv getestete Person einer «Pooling-Gruppe» geht in Isolation. Die anderen Arbeitskollegen arbeiten unter Einhaltung der betrieblichen Schutzmassnahmen weiter. 
  • Die Teilnahme an Betriebstests erfolgt auf freiwilliger Basis. Jedes Unternehmen entscheidet selbst, ob an den regelmässigen Testungen teilgenommen wird. Alle Mitarbeitenden dürfen zudem individuell entscheiden, ob sie an einem betrieblichen Test teilnehmen wollen. 

Tipps für die praktikable Umsetzung der Testkonzepte für Ihren Betrieb finden Sie hier:

Ansprechstellen Testungen Kantone
Merkblatt zum Pooling von Proben
BAG repetitives Testen für Mitarbeitende

Weitere wichtige Fragen zu Corona

Kategorie auswählen

Selbstdeklarationen für Arbeitnehmer

Arbeit & Soz. Partner

Kategorie auswählen

SBV und SBV-Sektionen wenden sich mit Brief an die Gemeinden und Kantone 

Angesichts der aktuellen Welle der Corona-Pandemie appellieren der SBV und die SBV-Sektionen an die Gemeinden und Kantone, Projekte forciert zu planen, Prozesse zu vereinfachen, Arbeiten auszuschreiben, Zuschläge zu erteilen und die Bauwirtschaft zu unterstützen, Baustellen – wo immer möglich – am Laufen zu halten. Ein Teil dieser Arbeiten kann von den Behörden effizient aus dem Home-Office erledigt werden. Der SBV und seine Sektionen schicken einen entsprechenden Brief mit dem Titel «Corona-Pandemie – Baustellen gemeinsam sicher weiterbetreiben – Arbeitsplätze sichern» in den kommenden Tagen an die Gemeinden und Kantone

Schutz von besonders gefährdeten Arbeitnehmenden (Risikogruppen)  

Besonders gefährdete Personen sollen wie bereits im Frühjahr 2020 spezifisch geschützt werden. Dazu soll erneut das Recht auf Home-Office bzw. auf einen gleichwertigen Schutz am Arbeitsplatz oder eine Beurlaubung für besonders gefährdete Personen eingeführt werden. Auf Baustellen können die Schutzmassnahmen aber grundsätzlich umgesetzt werden. Für gefährdete Personen in Berufen, in welchen die Schutzbestimmungen nicht umgesetzt werden können, bedeutet das, dass sie im Extremfall von der Arbeit freigestellt werden müssen.  Der Arbeitgeber muss in diesem Fall betroffenen Arbeitnehmenden unter voller Lohnzahlung von der Arbeitspflicht befreien. Die Pressemitteilung des Bundes spricht erstmals auch von einem Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz. Die Verordnungen hierzu sind zurzeit aber noch nicht verfügbar und müssen geprüft werden.

Vorgehen bei Corona-Symptomen

Der Bundesrat hat am 27. Januar 2021 beschlossen, die Regeln betreffend der Kontaktquarantäne und der Reisequarantäne anzupassen. Ab Montag, 8. Februar kann neu bei Vorliegen eines negativen Antigen-Schnelltestes oder eines negativen PCR-Testes die Quarantäne mit Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörde bereits ab dem 7. Tag beendet werden. Bis zum eigentlichen Ablauf der Quarantäne muss die Person jederzeit eine Gesichtsmaske tragen und den Abstand von 1.5 Metern gegenüber anderen Personen einhalten, ausser sie hält sich in der eigenen Wohnung oder Unterkunft auf. Die Kosten für den Test trägt die Person, die den Test veranlasst hat.

Für Einreisende aus Staaten oder Gebieten, die auf der Risikoländerliste stehen, gilt ab 8. Februar: Bei der Einreise muss ein negativer PCR-Test vorgewiesen werden, der nicht älter als 72 Stunden ist. Ein Antigen-Schnelltest genügt hierfür nicht. Zudem müssen Einreisende wie bis anhin in Quarantäne, können diese jedoch ab dem 7. Tag verlassen, falls ein negativer Antigen-Schnelltest oder PCR-Test vorliegt.

Wenn sich Mitarbeiter krank fühlen oder einzelne Symptome aufweisen, die auf Corona hindeuten, dann empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit (BAG), bevor ein Corona-Test durchgeführt wird, folgendes:

  • Corona-Check: Mitarbeiter mit Symptomen sollen den BAG Corona-Check durchführen. Am Ende des Checks erhalten die Mitarbeiter eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen.
  • Testen: Wenn der Corona-Check oder ein konsultierter Arzt dies empfiehlt, kann ein Corona-Test durchgeführt werden. Die Testkosten werden vom Bund übernommen, wenn die Testkriterien des BAG erfüllt sind.
  • Bis zum Testergebnis: Die betroffenen Mitarbeiter sollen zu Hause bleiben und Kontakte mit anderen Personen vermeiden, bis die Ergebnisse vorliegen.

Liegt ein positiver Test vor, muss sich der Mitarbeiter in Isolation begeben und wird vom Arzt krankgeschrieben. Bei diesen Fällen gilt die Lohnfortzahlung wegen Krankheit.

Bei engem Kontakt mit einer Corona infizierten Person gilt die Quarantänepflicht.

Symptome

Corona-Check

Testkriterien des BAG

Vorgehen bei Kontakt mit einer infizierten Person.

Arbeitgeber dürfen BVG-Reserven benutzen – gilt nicht für FAR und Privatversicherungen

Arbeitgeber dürfen für die Bezahlung der Arbeitnehmerbeiträge an die berufliche Vorsorge wieder die von ihnen geäufneten Arbeitgeberbeitragsreserven verwenden. Der Bundesrat hat die entsprechende Verordnungsänderung verabschiedet. Die Regelung ist per 12. November 2020 in Kraft getreten und ist befristet auf den 31. Dezember 2021. Diese Massnahme soll es den Arbeitgebern erleichtern, Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Für die Arbeitnehmenden hat die Massnahme keine Auswirkungen.

Vorsicht: Diese neue Regelung betrifft NICHT die branchenspezifischen Vorsorgelösungen wie den FAR. Ebenfalls nicht von dieser Lockerung betroffen sind Beiträge an eine Privatversicherung wie die Krankentaggeldversicherung

Fünf-Punkte-Plan der Bauwirtschaft: Bestellen Sie Baustellenblachen  

Der Schweizerische Baumeisterverband und Infra Suisse haben zur Bewältigung der Coronakrise den Fünf-Punkte-Plan der Bauwirtschaft lanciert. Bestellen Sie kostenlos Baustellenblachen, die Sie möglichst zahlreich rund um die Baustelle montieren können! Mit dieser Aktion können wir gemeinsam die Wichtigkeit von Investitionen in die Bauwirtschaft unterstreichen.

Baustellenblachen

Baustellenblachen

Baustellenblache für den 5-Punkte-Plan der Bauwirtschaft für Gemeinden, Kantone, Bund und Bauherren. Unterstützen Sie unser Anliegen indem Sie die Blache an Ihrer Baustelle befestigen. ...

Lager

CHF 0.00

Engagement für bessere Mehrkostenregelung

In Anbetracht der aktuell wieder anspruchsvollen Situation mit dem Coronavirus ist es uns ein Anliegen, dass Bauherren und Bauunternehmen ein gemeinsames Vorgehen zur Bewältigung der schwierigen Situation finden. Wir haben deshalb diese Woche für jede SBV-Sektion eine Vorlage für ein Schreiben ausgearbeitet, mit dem diese ihre jeweilige Kantonsregierung für ein gemeinsames Gespräch über bereits zustande gekommene Lösungen zwischen der Bauwirtschaft und Bauherren anfragen kann. Ziel des Gesprächs sollte es sein, dass die Bauherren in den Kantonen oder auch in den Städten und Gemeinden die durch die COVID-19-Pandemie verursachten Mehrkosten übernehmen.

Hinweise zum Umgang mit Mehrkosten
Die Massnahmen des Bundes zur Bekämpfung des Coronavirus betreffen auch die Bauausführung. Hier werden Fragen behandelt, wie die verlangten Massnahmen von den Beteiligten konkret umzusetzen sind und wie mit den entstandenen Mehrkosten umgegangen werden kann. Dabei sind die gesetzlichen Bestimmungen und die SIA-Norm 118 zu beachten. Mögliche Artikel sind insbesondere:

  • Art. 104 SIA 118: Mitwirkung der Bauleitung zum Gesundheitsschutz
  • Art. 94 SIA 118: Pflichten der Bauleitung
  • Art. 96 SIA 118: Fristerstreckung bei unverschuldeten Verzögerungen
  • Art. 99 SIA 118: Weisungen und Ausführungsunterlagen
  • Art. 59 SIA 118: Ausserordentliche Umstände

Der Rechtsdienst des SBV steht den Mitgliedern während der regulären Öffnungszeiten weiterhin zur Verfügung, erreichbar telefonisch und per Mail. Tel. +41 58 360 76 76 ; [email protected]

Weitere Informationen gibt es auch auf der Website des BAG:

Corona-Virus BAG