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Masterplan «SBV-
Berufsbildung 2030»

Mit dem Masterplan «SBV-Berufsbildung 2030» verfolgt der SBV das Ziel, dass die Branche den Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften auch künftig decken kann: Neben genügend Berufseinsteigern und einer höheren Weiterqualifikationsquote sollen zur Deckung des Fachkräftebedarfs künftig auch eine erhöhte Branchentreue beitragen.

Der Masterplan

Eine zeitgemässe und innovative Aus- und Weiterbildung für alle Alters- und Funktionsstufen ist die Basis für die Gewinnung von Fachkräften und eine erfolgreiche Zukunft des Bauhauptgewerbes.

Um auch künftig genügend und gut ausgebildete Fachleute zu sichern, wird im Rahmen des Masterplans ein bedarfsgerechtes, flexibles und nachhaltig finanziertes Berufsbildungssystem aufgebaut. Dieses bietet gute Karriere- und Entwicklungsperspektiven für die Berufsleute und dient als wichtiger Rekrutierungsfaktor.

Die Verbandsziele für die Berufsbildung des SBV, die von der Delegiertenversammlung im November 2017 verabschiedet wurden, bilden den Auftrag für den Masterplan «SBV-Berufsbildung 2030». Beim Vorgehen wird auf eine konsequente Arbeitsmarkt- und Unternehmerorientierung gesetzt. Eine breite Einbindung der Branche aller Sprachregionen und Landesteilen ist ein zentraler Erfolgsfaktor des Masterplans.

Steuergruppe des Masterplans

Der Masterplan "SBV-Berufsbildung 2030" verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und ist in verschiedenen Teilprojekten organisiert. Die strategische Führung des Gesamtprojektes liegt bei der Steuergruppe des Masterplans.

Die Steuergruppe setzt sich zusammen aus Mitgliedern des Zentralvorstandes SBV der drei Sprachregionen und der Leitung der Geschäftsstelle des SBV:

Massimo Cereghetti

Mitglied Zentralvorstand SBV

Marc Aurel Hunziker

Marc Aurel Hunziker

Vizedirektor SBV
Leiter Bereich Bildung

Bernhard Salzmann

Bernhard Salzmann

Direktor SBV

+41 58 360 76 30

Paolo Cattoni

Gerhard Moser

Mitglied Zentralvorstand SBV

Handlungsbedarf

Bauunternehmen müssen auf eine ausreichende Anzahl gut ausgebildeter Fachkräfte zugreifen können, um erfolgreich zu sein. Die Entwicklung der Fachkräftesituation zeigt, dass diesbezüglich ein grosser Handlungsbedarf besteht.

Der Handlungsbedarf für die Modernisierung der Aus- und Weiterbildungslandschaft im Bauhauptgewerbe ergibt sich einerseits auf Grund tiefer QV-Erfolgsquoten und einem grossen Rückgang der Lernendenzahlen in der beruflichen Grundbildung. Andererseits trägt die demographische Entwicklung beim Baustellenpersonal und Baustellenkader zu einem in Zukunft erhöhten Fachkräftebedarf bei, der durch die Drop-Out-Quoten bei Ausgebildeten verschärft wird.

Informationen zum Handlungsbedarf

Handlungsbedarf Fachkräftesituation

Eckwerte des Ausbildungs- und Karrieresystems

Die Delegiertenversammlung des Schweizerischen Baumeisterverbandes hat im November 2020 die fünf Eckwerte des Ausbildungs- und Karrieresystems gutgeheissen.

Die fünf Eckwerte bilden den formalen Rahmen für die Gestaltung des Ausbildungs- und Karrieresystems. Sie sind richtungsweisend für die Gestaltung und Umsetzung einer modernen Berufsbildung, die sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer einen Mehrwert bringt.

  1. Baupraktiker, Maurer, Vorarbeiter, Bau-Polier, Bauführer, Baumeister bilden weiterhin die wichtigsten Berufsabschlüsse der Berufskarriere.
  2. Der Berufsabschluss des Vorarbeiters (Hochbau/Tiefbau) wird neu über eine eidgenössische Berufsprüfung erworben.
  3. Der Berufsabschluss des Bauführers wird über eine eidgenössische höhere Fachprüfung erworben.
  4. Zu einer eidgenössischen Prüfung der höheren Berufsbildung wird zugelassen, wer über die für die Funktion relevante Berufserfahrung im Bauhauptgewerbe verfügt.
  5. Branchenzertifikate standardisieren bedarfsorientiert fachliche Vertiefungen, Spezialisierungen und Zusatzqualifikationen und ergänzen die Abschlüsse der formalen Bildung.

Weitere Informationen zum Masterplan

Dokumentation Masterplan «SBV-Berufsbildung 2030»

Revisionen berufliche Grundbildung

Im Rahmen der Revisionen der beruflichen Grundbildung wurden die Bildungsverordnungen und Bildungspläne für die Berufsfunktionen Baupraktiker/in und Maurer/in revidiert und bereits erlassen. Diese Bildungserlasse treten am 1. Januar 2025 in Kraft und die erste Ausbildung beginnt im Sommer 2025.

Der Schweizerische Baumeisterverband freut sich, die Veröffentlichung der neuen Bildungsverordnungen und Bildungspläne für die Berufe Maurer/in EBA (ehemalig Baupraktiker/in EBA) und Maurer EFZ bekanntzugeben. Diese Bildungserlasse bieten eine klare und einheitliche Grundlage für die berufliche Grundbildung und stellen sicher, dass die Ausbildungsstandards, Ausbildungsinhalte und die Zusammenarbeit zwischen den Lernorten Lehrbetrieb, überbetrieblicher Kurs und Berufsfachschule auf höchstem Niveau bleiben. Die neuen Bildungserlasse zielen darauf ab, die Qualität der beruflichen Grundbildung zu verbessern und den Lernenden eine optimale Vorbereitung auf ihre berufliche Zukunft zu ermöglichen. 

Informationen Revisionen berufliche Grundbildung

Bildungsverordnung Maurer/in EFZ

Bildungsverordnung Maurer/in EFZ:

Bildungsverordnung Maurer/in EBA

Bildungsverordnung Maurer/in EBA

Bildungsplan Maurer/in EFZ

Bildungsplan Maurer/in EFZ

Bildungsplan Maurer/in EBA

Bildungsplan Maurer/in EBA

Ausführungsbestimmungen zum QV / Ausbildung Maurer/in EFZ

Ausführungsbestimmungen zum QV / Ausbildung Maurer/in EFZ

Ausführungsbestimmungen zum QV / Maurer/in EBA

Ausführungsbestimmungen zum QV / Maurer/in EBA

Kompetenzprofile berufliche Grundbildung

Als Grundlage für die Revisionen der beruflichen Grundbildung wurden arbeitsmarktorientierte Kompetenzprofile für die Berufsfunktionen Baupraktiker und Maurer erarbeitet. Die Kompetenzprofile beinhalten die Bestellung der Kompetenzen seitens Unternehmer und stellen die Arbeitsmarktorientierung der zukünftigen Ausbildungen sicher.

Der zweijährige Erarbeitungsprozess fand unter einer breiten Einbindung der Branche, sowie Ausbildungsexperten statt. Die Kompetenzprofile wurden am 10. Dezember 2021 vom Zentralvorstand des SBV verabschiedet. Diese werden als Grundlage für die Qualifikationsprofile, welche im Revisionsprozess erarbeitet werden, konkretisiert und weiterentwickelt.

Kompetenzprofil Baupraktiker/in
Kompetenzprofil Maurer/in

Revisionen höhere Berufsbildung

Die laufenden Revisionen der höheren Berufsbildung beinhalten die Überarbeitung bzw. Neuerarbeitung der Prüfungsordnungen und Wegleitungen zu den eidgenössischen Prüfungen für die Berufsfunktionen Bau-Vorarbeiter, Bau-Polier, Bauführer und Baumeister.

Der SBV mit seinen Regionen und Sektionen ist als Branchenverband Prüfungsträger und sorgt dafür, dass die Abschlüsse der eidgenössischen Prüfungen einen direkten Bezug zur beruflichen Praxis und zum Arbeitsmarkt haben. Zusammen mit Unternehmervertretern erarbeitet er die Prüfungsordnung und reicht diese dem SBFI zur Genehmigung ein. Die Prüfungsordnung enthält das Berufsprofil, die dafür erforderlichen Kompetenzen, das Qualifikationsprofil, die Zulassungsbedingungen sowie den entsprechenden gesetzlich geschützten Titel. Zusätzlich erarbeitet der SBV zusammen mit den Unternehmervertretern die Wegleitung zur Prüfungsordnung. Diese präzisiert die Bestimmungen der Prüfungsordnung.

Informationen Revisionen höhere Berufsbildung

Prozess, Organisation und Gremien Revision Höhere Berufsbildung
Systemwechsel höhere Fachschule - höhere Fachprüfung

Informationsblatt

Neue eidg. höhere Fachprüfung Bauführer/in ab 2026

Informationsblatt

Qualifikationsprofile höhere Berufsbildung

Die Qualifikationsprofile der vier Bildungsabschlüsse Bauvorarbeiter, Baupolier, Bauführer und Baumeister wurden durch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI genehmigt. Damit ist ein wichtiger Meilenstein im Revisionsprozess der höheren Berufsbildung erreicht.

 

Pro Abschluss umfassen die Qualifikationsprofile das Berufsbild, die Übersicht zu den Handlungskompetenzen und das Anforderungsniveau. Sie zeigen auf, über welche Qualifikationen eine Person verfügen muss, um den jeweiligen Beruf auf dem erforderlichen Niveau kompetent auszuüben. An der eidgenössischen höheren Fachprüfung werden die Qualifikationsprofile ganzheitlich handlungskompetenzorientiert geprüft.

Qualifikationsprofil Bauvorarbeiter/in

Qualifikationsprofil Bauvorarbeiter/in

Qualifikationsprofil Baupolier/in

Qualifikationsprofil Baupolier/in

Qualifikationsprofil Bauführer/in

Qualifikationsprofil Bauführer/in

Qualifikationsprofil Baumeister/in

Qualifikationsprofil Baumeister/in

Lernfeldkataloge

Diese Lernfeldkataloge dienen den Bildungsanbietern als mögliches Hilfsmittel für die Gestaltung der vorbereitenden Kurse für die eidgenössischen Prüfungen. Sie beziehen sich auf die entsprechenden Qualifikationsprofile für die Abschlüsse der höheren Berufsbildung und übersetzen sie in eine schulische Optik. Die Lernfeldkataloge können durch die Bildungsanbieter optional als Referenzwert und Unterstützung herbeigezogen werden.

Lernfeldkatalog Bauvorarbeiter/in BP

Lernfeldkatalog Bauvorarbeiter/in BP

Lernfeldkatalog Baupolier/in BP

Lernfeldkatalog Baupolier/in BP

Lernfeldkatalog Bauführer/in HFP

Lernfeldkatalog Bauführer/in HFP

Lernfeldkatalog Baumeister/in HFP

Lernfeldkatalog Baumeister/in HFP

Branchenzertifikate

Der Bau entwickelt sich ständig weiter. Baufachkräfte müssen sich daher kontinuierlich weiterbilden. Mit der Schaffung von Branchenzertifikaten will das Bauhauptgewerbe neue Kompetenzen einfach und schnell in das Ausbildungssystem integrieren.

Bildungsinstitutionen sowie Dritte können Grundlagen für Branchenzertifikate erarbeiten und ihre Weiterbildungen in ein Branchenzertifikaten münden lassen. Dafür hat die Branche ein Reglement und eine Wegleitung zur Schaffung von Branchenzertifikaten verabschiedet.

Im Factsheet sind die wichtigsten Informationen zu Branchenzertifikaten zusammengefasst. Das Reglement legt die Bedingungen für die Entwicklung von Branchenzertifikaten im Bauhauptgewerbe sowie für die Verleihung von Branchenzertifikaten durch den Schweizerischen Baumeisterverband (SBV) fest. Die Wegleitung regelt den Erarbeitungs- und Genehmigungsprozess der Grundlagen und des Qualifikationsverfahrens-Konzepts, die Ausstellung des Branchenzertifikats, den Qualitätssicherungsprozess sowie die Vergütung für Entwicklungs- und Überarbeitungskosten der Grundlagen.

Als Hilfestellung für die Schaffung von Branchenzertifikaten hat der SBV Vorlagen und Richtlinien erstellt. Nehmen sie mit uns Kontakt auf und wir stellen Ihnen diese gerne zu ([email protected]).

Reglement Branchenzertifikate

Reglement Branchenzertifikate

Wegleitung Branchenzertifikate

Wegleitung Branchenzertifikate

Factsheet Branchenzertifikate

Factsheet Branchenzertifikate