Er arbeitet seit bald 53 Jahren als Eisenleger

1970 begann Hans Wessner als Eisenleger auf dem Bau. Sein grosses Know-how kommt ihm heute noch zugute – denn auch mit 70 Jahren arbeitet er noch. Weil es ihm Spass macht.

 

Manchmal beginnt eine erfolgreiche Berufslaufbahn – mit einem Rückschlag. Bei Hans Wessner war dies der Fall. Eigentlich wollte er Maurer werden, es stellte sich aber heraus, dass die Haut an seinen Händen empfindlich auf Zement reagierte. Immer mit Handschuhen arbeiten? Diese Idee gefiel Wessner weniger gut. Ein Onkel von ihm legte im Akkord Eisen. Das inspirierte ihn, ebenfalls als Eisenleger anzuheuern. «1970 habe ich begonnen, es hat mir sehr gut gefallen und so arbeite ich auch im 2023 immer noch sehr gerne als Eisenleger», meint der Siebzigjährige. Sein Chef Bernhard Kistler von der Kistler Bau AG erklärt: «Wir profitieren sehr von seiner grossen Erfahrung. Er ist der beste Eisenleger!»

Wessner kommt ins Schwärmen, wenn er vom Eisenlegen erzählt. Pro Jahr, hat er ausgerechnet, seien 2000 Tonnen Eisen durch seine Hände gegangen. Er habe an vielen schönen Projekten mitarbeiten können, freut er sich.

 

Er ist fit

Nach so vielen Jahren, in denen er sich an der frischen Luft bewegt habe, sei er heute noch fit, sagt Wessner nicht ohne Stolz. Er habe allerdings immer auf seine Gesundheit geachtet. «Meine Chefs taten das auch, man hat aber auch eine Eigenverantwortung», findet er.

Arbeiten muss er heute nicht – er will. Die Frau, die als Servicefachangestellte tätig war, leiste auch immer noch Arbeitseinsätze, erläutert er und meint: «Warum soll ich zu Hause hocken, wenn ich noch was tun kann, das mir Freude bereitet?» Mit Bernhard Kistler hat er vereinbart, dass er sagen kann, wenn er nicht mag. So geht er an heissen Tagen mit über 30 Grad schon um 13 Uhr nach Hause. Auf diese Weise hofft er, noch eine Weile als Eisenleger arbeiten zu können. Kistler strahlt, als er das hört.

Über den Autor

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Susanna Vanek

Redaktorin / Spezialistin Kommunikation

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