«Unser Haus muss immer wieder angepasst werden»

Nationalratspräsident Martin Candinas sieht Parallelen zwischen der Arbeit der Parlamentarier und derjenigen der Baubranche. Um die Klimaziele zu erreichen, braucht es den Bau.

 

«Als Nationalratspräsident sehe ich aber durchaus Parallelen zwischen der Tätigkeit der Baubranche und der Arbeit der nationalen Politik. Baumeister bauen Wände, die das Haus stützen und schützen, damit Menschen sicher, gut und schön darin leben können. Sie brauchen dazu Kraft, Ausdauer, Köpfchen und Präzision und ab und zu auch Kreativität», sagt Martin Candinas, Nationalratspräsident und Stiftungsrat der Stiftung KMU Clima. «Im übertragenen Sinn bemühen wir Parlamentarierinnen und Parlamentarier uns um dasselbe. Wir versuchen, mit Vorstössen, Gesetzen und Abkommen die schützenden Mauern und die stützenden Wände der Schweiz, die seit 1848, vor 175 Jahren, errichtet wurden, zu verbessern, auszubauen und so anzupassen, dass die Menschen in der Schweiz in Sicherheit, Wärme und Zuversicht leben können.» Unser Regelwerk sei nicht perfekt, aber gemäss Candinas das beste der Welt. «Unser Haus, die Gesetzgebung, die Regulierungen, muss immer wieder angepasst, geflickt und gepflegt werden, damit es der sich ständig wandelnden Welt gerecht wird.»

 

Es braucht den Bau

In Bezug auf die Klimaziele betont Candinas, dass sie nur erreicht werden können, wenn auch die Bau-KMUs ihren Beitrag dazu leisten. Er hält dabei aber fest: «Gleichzeitig ist der Wirtschaftsplatz Schweiz darauf angewiesen, dass unsere KMUs gute Rahmenbedingungen haben und wachsen können. Es geht also darum, gemeinsam nach praktikablen Lösungen zu suchen; Nachhaltigkeitsketten zu bilden, angefangen von Rohstofflieferanten, Herstellerinnen, Verkäufern, Anwenderinnen und Kunden die klimaschonend sind. Es geht darum, aus dem Begriff «Nachhaltigkeit» mehr zu machen, als eine Worthülse.»

Der SBV hat, damit die Schweiz ihre Klimaziele erreichen kann, letztes Jahr den Aktionsplan «Offensive Modernisierung Gebäudepark» formuliert. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

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Susanna Vanek

Redaktorin

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