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Bauindex

Der SBV veröffentlicht viermal im Jahr den Bauindex. Der Bauindex prognostiziert die Entwicklung des Umsatzes im Bauhauptgewerbe. Damit vermeiden Baufirmen böse Überaschungen und stellen sicher, dass Sie die Chancen der nächsten Quartale im Auge behalten.

Der Bauindex prognostiziert den Umsatz

Der Bauindex basiert auf den Daten der Quartalserhebung und externen Quellen. Er analysiert die Tendenzen im Hochbau und Tiefbau.

Bauindex 2. Quartal 2024

Im 2024 wohl 1.6 Prozent weniger Umsatz als noch im Vorjahr

Der Wohnungsbau bleibt das Sorgenkind, selbst im ersten Quartal 2025 dürfte die Bautätigkeit weiter nachlassen. Während 2020 noch rund 50‘000 neue Wohnungen erstellt wurden, wurden es anschliessend von Jahr zu Jahr weniger. Für 2024 rechnet der SBV mit bloss noch 40‘000 neuen Wohnungen. Gemessen am Bedarf ist dies viel zu wenig. Der Leerstand könnte nach 1.15% im Vorjahr auf bis zu 1.0% im 2024 sinken.

Erholung im öffentlichen Tiefbau erwartet

Der Auftragseingang im öffentlichen Tiefbau lag in den letzten 12 Monaten bei 7.7 Milliarden Franken, das ist rund eine halbe Milliarde Franken weniger als im Vorjahreszeitraum. Dies erklärt, warum die Bautätigkeit in dieser Sparte sicher im ersten, wohl aber auch im zweiten Quartal 2024 etwas tiefer ausfallen dürfte als gewohnt. In der zweiten Jahreshälfte hingegen sollte der Umsatz laut Bauindex wieder anziehen. Darauf lässt etwa die jüngste Zunahme an Ausschreibungen und Zuschlägen für öffentliche Bauprojekte hoffen.

Der öffentliche Tiefbau ist damit eine von zwei Sparten, für welche der Bauindex einen Aufwärtstrend im laufenden Jahr prognostiziert. Daneben könnte endlich die Trendwende im Wirtschaftsbau eingeläutet sein, der Umsatz in dieser Sparte war seit 2022 eher tief. Die generell verhaltenen Aussichten für die Schweizer Konjunktur im 2024 erschweren aber die Erholung dieser Sparte.

Voraussichtlich 23.0 Milliarden Franken im 2024

Der öffentliche Hochbau zeigte sich in den letzten Quartalen erfreulich stabil. Die Prognose für 2024 deutet auf ein leichtes Umsatzminus an. Mit einem Jahresumsatz von rund 1.4 Milliarden Franken handelt es sich beim öffentlichen Hochbau indes um die kleinste Sparte des Bauhauptgewerbes.

Im zweiten Quartal dürfte die gesamthafte Bautätigkeit gemäss Bauindex um 2.3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal sinken. 2024 wird mit voraussichtlich 23.0 Milliarden Franken rund 1.6 Prozent weniger Umsatz erwirtschaftet werden als im 2023. Die jüngst erfolgte Zinssenkung der Schweizerischen Nationalbank wirkt sich erst zeitverzögert aus, sie dürfte im kommenden Jahr positiv zur Bautätigkeit beitragen.

Methodenbeschreibung

Der Bauindex prognostiziert den saisonbereinigten Umsatz für das nächste Quartal sowie den Trend für die drei anschliessenden Quartale.

Bis zum 3. Quartal 2023 wurde der Bauindex in Zusammenarbeit zwischen der Credit Suisse und dem Schweizerischen Baumeisterverband veröffentlicht. Ab dem 4. Quartal 2023 publiziert der SBV den Bauindex in Eigenregie.

Mit der Übernahme wurde die Methodik aktualisiert. Neu wurde das 1. Quartal 2023 auf einen Wert von 100 Punkten kalibriert. Die Daten aus der SBV Quartalserhebung zu Auftragseingang, Arbeitsvorrat und Bauvorhaben sind weiterhin die wichtigste Quelle für die Prognose. Zusätzlich fliessen Baugesuche, öffentliche Ausschreibungen, Zinsen und Baumaterialien in die Bauindex-Prognose ein. Beim Bauindex handelt es sich um eine lineare Regression.

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