Erfolgreich im Schwingen – und auf dem Bau Freitag, 30.9.2022 | 08:18 ... Schweizerischer Baumeisterverband Arbeitgeberpolitik & Recht Erfolgreich im Schwingen – und auf dem Bau Chef und Team setzen sich ein, um dem Schwinger flexible Arbeitszeiten zu ermöglichen. Zum Wohle der Bauprojekte wäre ein flexibler LMV hilfreich. Ende August kämpfte er am Eidgenössischen Schwingfest, nun sitzt er auf der Rösslimatt-Baustelle in Luzern wieder im Bagger: Der Schwinger, Maurer und Baumaschinenführer Joel Ambühl, der Bauberuf und Schwingsport lässt sich dank einem flexiblen Chef und viel Wohlwollen der Baustellenequipe gut kombinieren. «Ich darf früher Feierabend machen, wenn Massage, Physiotherapie- oder Medientermine anstehen». Und er revanchiert sich, in dem er selber flexibel ist: «Wenn ich mal früher weg muss, arbeite ich am nächsten Tag länger.» Thomas Niggli, Geschäftsführer der Aregger AG, ist stolz auf Ambühl: «Wir wollen ihn bestmöglich unterstützen», sagt er. «Wir setzen uns regelmässig zusammen und erstellen einen individuellen Arbeitsplan, damit er optimal trainieren kann.» Auch wenn ein Trainingslager anstehe, setze man alle Hebel in Bewegung, um ihm die Teilnahme zu ermöglichen. Der Wille seitens der Aregger AG, Joel Ambühls Wünsche bezüglich der flexiblen Arbeitszeiten zu erfüllen, ist gross. Die Umsetzung sei aber – insbesondere wegen der teils starren LMV-Regeln nicht immer einfach. Deshalb hofft man, dass das Arbeitszeitmodell 23+, das der SBV vorschlägt, im neuen LMV Eingang findet. Thomas Niggli: «Joël Ambühl ist in erster Linie Maschinist, und das soll er auch bleiben. Mit einer rollenden Planung können wir seine Bedürfnisse noch besser berücksichtigen.» Denn bei aller Affinität des Betriebs zum Schwingsport ist natürlich klar: «Das Bauprojekt darf natürlich nicht darunter leiden.», erklärt Niggli. Tat es bis jetzt auch nicht. «Wir haben noch immer einen Weg gefunden», sagt Niggli. Das bestätigt auch Polier Kevin Thalmann, Ambühls direkter Vorgesetzter: Er sei perfekt im Team integriert. Seine Kollegen nehmen es ihm nicht übel, dass er gelegentlich etwas früher von der Arbeit geht. Im Gegenteil. Ich finde, dass seine sportlichen Aktivitäten sogar eine zusätzliche Motivationsspritze sind für unsere Arbeit auf der Baustelle.» Garantiert noch mehr Motivation gäbe es dank mehr LMV-Flexibilität für alle auf dem Bau. Über den Autor Schweizerischer Baumeisterverband kommunikation@baumeister.ch Artikel teilen
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