Im Spannungsfeld zwischen Digitalisierung und Bauführung

Der Fachkräftemangel im Bauhauptgewerbe hält weiter an. In den Bereichen Bauführung und Digitalisierung sind die Anforderungen für Bauunternehmen gestiegen. Sie verlangen nach einem neuen Angebot in der Grundausbildung. Diese bietet Jugendlichen exzellente Karriereperspektiven.

 

Das Bauhauptgewerbe will talentierte und engagierte Nachwuchskräfte gewinnen, um die Herausforderungen in den Bereichen Digitalisierung und neuen Bautechnologien professionell zu meistern und damit die Attraktivität aller Bauberufe zu steigern.

Die Bauführung ist in den letzten Jahren komplexer und vielfältiger geworden. Bauprozesse entwickeln sich dank Digitalisierung zwar schneller, sind aber gleichzeitig anspruchsvoller, beispielsweise durch die Berücksichtigung der Nachhaltigkeit und neuer Vorschriften. Aus diesem Grund wird die geplante neue Grundausbildung beim Bauführer angesiedelt, um diesen Bereich zu stärken.

Die Initiative, einen neuen Berufsabschluss zu schaffen, entstand anlässlich der Revision des Bauführer- und Baumeisterabschlusses. Der Anstoss dazu kam direkt aus den Bauunternehmen.

 

Ausbildungschance für Frauen

Mit der Schaffung eines neuen Abschlusses werden Jugendliche angesprochen, die sich bisher nicht für eine Ausbildung im Bauhauptgewerbe entscheiden konnten. Auf diese Weise werden die Karriereperspektiven für junge Menschen weiter verbessert und zusätzlich stossen Fachkräfte in den Bereich, mit deren Hilfe die Herausforderungen gemeistert werden können. Die geplante Ausbildung ist auch für Frauen attraktiv.

«Wir haben mit den Initianten eine Arbeitsgruppe gebildet, in der Geschäftsleitungsmitglieder mit Bauführerhintergrund an Bord sind und die genau sagen konnten, wohin der neue Beruf entwickelt werden soll», sagt Christoph Gerber, Projektleiter Berufsentwicklung beim SBV.

 

Prüfung der Entwicklungsarbeit

In einer nächsten Phase wird nun die Entwicklungsarbeit durch eine grössere Personengruppe aus dem gesamtschweizerischen Bauhauptgewerbe geprüft. Dabei wird grossen Wert auf eine passende Positionierung und möglichst bedarfsgerechte Ausbildungsinhalte gelegt. Diese Arbeiten sind Teil der Bedarfsanalyse für den neuen Beruf und finden am 1. September anlässlich eines Workshops statt.

Weitere Infos

Teilnahme-Interessenten an den Workshop vom 1. September können sich bis und mit 15. August hier registrieren.

Über den Autor

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Pascal Gysel

Mediensprecher / Redaktor

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