Knacknuss Depots Donnerstag, 22.2.2024 | 06:00 ... Schweizerischer Baumeisterverband Baumeister 5.0 Umwelt & Nachhaltigkeit Knacknuss Deponien Wie einige Presseartikel Ende Jahr berichteten, haben es neue Projekte für Aushubmaterial-Deponien und ihre Träger in der Schweiz schwer. Warum? Und wie Abhilfe schaffen? Das Unternehmen Orllati ist in diesem Bereich tätig und beantwortet einige Fragen. Negative Entscheide, endlose Verfahren und die Konkurrenz mit Standorten, die vom Kanton für die Renaturierung vorgesehen sind: Eine Deponie für Aushubmaterial aufzubauen wird für Unternehmen und Behörden zunehmend schwierig, wie die Waadtländer Zeitung 24heures im Dezember berichtete. Ein gesamtschweizerisches Phänomen. «In wenigen Jahrzehnte hat sich die Welt verändert: Die Vorgänge sind transparenter und Informationen verbreiten sich deutlich schneller. Immer weniger Menschen tolerieren schädliche Einwirkungen in ihrer Nähe. Daher die zunehmenden Einsprachen aus der Bevölkerung und den betroffenen Ortschaften. Umso mehr müssen wir die Menschen heute über die Relevanz des Projekts informieren und darüber, wie wichtig die lokale Verfügbarkeit von Materialien und/oder Deponieflächen ist», so Didier Aeby, Geschäftsführer von Orllati Granulats & Béton SA. Die Bauwirtschaft ist in der Schweiz zwar eine grosse Abfallproduzentin, aber auch Schlüsselakteurin der Kreislaufwirtschaft. Allerdings kann nicht alles alte Baumaterial wiederverwendet werden: «Viele Aushubmaterialien können aufgrund ihrer ungeeigneten mineralogischen Qualität nicht erneut auf dem Bau verwendet werden», erklärt Didier Aeby. «Zudem will der Kanton Waadt, dass zuerst Steinbrüche und Kiesgruben aufgefüllt werden. Allerdings reicht deren Kapazität nicht für das gesamte Aushubmaterial. Darum braucht es in der Nähe der Baustellen ergänzende Auffüllareale.» Die Lösung? Laut Didier Aeby sollte zusätzlich zur Suche nach Standorten, die sowohl genug weit weg von Wohngebieten und anderen sensiblen Ortsteilen als auch genug nahe an der Baustelle liegen, auch der öffentliche Nutzen stärker betont werden, wenn das betroffene Gebiet Eigentum öffentlicher Einrichtungen ist. «Wir müssen daran erinnern, dass wir keine Abfallproduzenten sind, sondern eine lokale Lösung für die Entsorgung der Materialien bieten, die durch die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz entstanden sind», schliesst Aeby. Über den Autor Pascal Gysel pascal.gysel@entrepreneur.ch Artikel teilen
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